Climate of Fear – The Onset of Eternal Darkness (2019, Demons Run Amok)

Die Welt ist ein verkommener Ort. Eine Platte wie „The Onset of Eternal Darkness“, Debütalbum der britischen Klangextremisten CLIMATE OF FEAR, hätte es sicher nicht gebraucht, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Doch sie verhilft zu perspektivischer Konstanz – und schärft obendrein den Blick für die Abgründe, Klüfte und offenen Wunden dieser oder jener Gesellschaft. Entsprechend vergebens sucht man positive Impulse. 

Die um dies abgründig düstere Allgemeinbild drapierte Musik zeigt sich dem Kontext angepasst: Geboten wird, wer die im vergangenen Jahr vorausgeschickte „HolyTerror“-EP erlebt hat mag es ahnen, durch Hardcore-Schlagseite bereicherter Death-Metal. Der gibt sich bevorzugt kompromisslos (man könnte auch sagen: überschaubar originell), nimmt sich aber immer wieder Raum für stärker melodische Nuancen.

Ein treffliches Beispiel bildet „Shadow & Flame“, an dem sich die Qualität von CLIMATE OF FEAR exemplarisch ersehen lässt. Aber auch die übrigen acht Tracks überzeugen (erwähnt sei der eher Hardcore-lastige Rausschmeißer „Divide & Conquer“). Sofern man denn die auch mal gen fünf Minuten ausgewalzte, in unbequeme instrumentale Vielseitigkeit verpackte Schlechtigkeit des Menschen als adäquate kreative Beschallung erachtet.

Wertung: (7 / 10)

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