Chamber of Malice – Crime City Slam (2016, One Life One Crew)

chamber-of-malice-crime-city-slamBereits das Comic-Cover von „Crime City Slam“ gibt Rätsel auf. Das Reiten auf rasenden Wildtieren, dazu geschwungene Poloschläger zum Schädelbersten. Blut, Gekröse, zombiehafte Opfer. Mehr Bollo geht nicht. Bleibt zu hoffen, dass die Musik dazu passt. Das tut sie. Nur gefallen will sie nicht. Das dürfte aber auch nicht die Intention von CHAMBER OF MALICE gewesen sein.

Das bajuwarische Brachialgespann suhlt sich in einem Mix aus Death-Metal und Hardcore. Nur kommt der arg monoton um die Ecke geprescht. Die Auflockerung durch introduktierende Zitatschnipsel von „Saw“ bis „Breaking Bad“ hilft da wenig. Am Brachial-Riffing hat man sich schnell sattgehört. Ebenso am aus der Bauchhöhle geschöpften Gegrunze. Das klingt bei „The Butcher“ fast nach schwerer Gastritis.

Frei von Geschick ist die Darbietung etablierter Extreme sicher nicht (siehe „Beginning of Your Doom“). Doch fehlt es an Anlaufstationen. Am Ende steht man genauso fragend da wie am Anfang. Positiv sticht das Stakkato-Drumming hervor. Da platzen einem schon beim Zuhören die Finger. Unterm Strich ist das aber zu wenig, um „Crime City Slam“ als positive Extremerfahrung im Gedächtnis verbuchen zu können.

Wertung: (5 / 10)

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