Filme & Serien

  • Slipstream (GB 1989)

    Nach „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ (1983) legte Mark Hamill eine sechsjährige Schauspielpause ein. Bereits mit seiner Mitwirkung in Samuel Fullers Kriegsfilm „The Big Red One“ (1980) hatte Hamill versucht, sich vom eindimensionalen Helden-Image des Luke Skywalker zu lösen. Die Aussicht auf die Verkörperung eines ambivalenten Charakters war es auch, was ihn 1989 zur Rückkehr vor…

  • Halloween Ends (USA 2022)

    „I’ve run from you. I have chased you. I have tried to contain you. I have tried to forgive you. I thought maybe you were the Boogeyman. No, you’re just a man who’s about to stop breathing.“ – Laurie Strode Alles hat ein Ende. Auch David Gordon Greens Fortsetzungstrilogie zum Slasher-Meilenstein „Halloween“ (1978). Dem Anspruch…

  • In a Violent Nature (USA 2024)

    Der Horror als ausgiebiger Waldspaziergang Der Slasher-Film ist gemeinhin kein Kritiker*innen-Liebling. Natürlich gibt es Ausnahmen, solche wie die Genre-Hommage wie gleichwohl -Renaissance „Scream“ (1996). Sie verzückte neben dem Feuilleton auch das Publikum. Wie selten diese Einigkeit bei der Meinungsäußerung ist, zeigt sich auch am bereits vor dem offiziellen Erscheinen hoch gehandelten „In a Violent Nature“….

  • Cash Truck (USA/GB 2021)

    „Let the painter paint.“ – Agent King Guy Ritchie kann auch anders. Gemeinhin gilt der Brite als Europas Antwort auf Quentin Tarantino. Sein Markenzeichen sind groteske Gangstergeschichten, die, anders als beim genannten Wegbereiter, mehr Raum für die humoristische Komponente belassen. Nach heiteren Blockbuster-Ausflügen wie „Sherlock Holmes“ (2009) oder „Solo für U.N.C.L.E.“ (2015) bedeutete „The Gentlemen“…

  • Ator – Herr des Feuers (I 1982)

    Das italienische Kino hat sich im letzten Jahrtausend durch eine Expertise des Abkupferns hervorgetan; oftmals mit Geschick, häufiger jedoch in herrlich plumper Manier. Ein klassisch-krudes Beispiel aus dem Fantasy-Fundus: „Ator – Herr des Feuers“. Der 1982 vom berüchtigten Joe D’Amato („Man-Eater“) auf die Leinwand geklatschte Abenteuer-Murks ist ein „Conan“-Duplikat vom Scheitel bis zur Sohle. Selbst…

  • Mutant River (GB 2018)

    Der Backwood-Horror ist überall zuhause. Auch im beschaulichen englischen Hinterland, wo im rund 140 Kilometer langen Kennet-und-Avon-Kanal das fischige Grauen lauert. Bereits die Einleitung von „Mutant River“ (Originaltitel: „The Barge People“) kündet über Schwarz-Weiß-Fotos von Vermissten und Toten. Dass es Regisseur, Produzent und Cutter Charlie Steeds („Death Ranch“) mit dem urigen B-Film hält, lässt sich…

  • Die unglaubliche Geschichte des Mr. C (USA 1957)

    Wann ist ein Mensch ein Mensch? Die Werke des Jack Arnold, und seien sie noch so offenkundig als B-Produktionen zu erkennen, haben Geschichte geschrieben. Mit Sci-Fi- und Monster-Perlen wie „Gefahr aus dem Weltall“ (1953) „Der Schrecken vom Amazonas“ (1954) oder „Tarantula“ (1955) schuf der 1916 geborene Filmemacher Klassiker der Universal-Grusel-Ära. Zu Arnolds bedeutendsten Schöpfungen zählt…

  • Rogue Hunter (GB/ZA/USA 2020)

    „If I fucking die because I’m doing the right thing, I’m gonna be so pissed!“ – Sam Im Zuge von „Transformers“ (2007) wurde Megan Fox kurzzeitig als neues Hollywood-Starlet gefeiert. Ihre rebellische Aura genügte in der Folge für Streifen wie „Jennifer’s Body“ (2009). Der große Durchbruch blieb jedoch aus. Also wurden die Filme kleiner. Was…

  • The Unforgiven (J 2013)

    Die gegenseitige kreative Befruchtung von Filmnationen half ungeachtet kultureller Unterschiede, das Kino zu entwickeln. Festmachen lässt sich dies etwa am Wirken von Akira Kurosawa, dessen Klassiker „Die sieben Samurai“ (1954) und „Yojimbo“ (1961) die bedeutenden Western „Die glorreichen Sieben“ (1960) und „Für eine Handvoll Dollar“ (1964) beflügelte. Dass es auch andersherum funktioniert, veranschaulicht „The Unforgiven“,…

  • Seoul Station (ROK 2016)

    Das südkoreanische Horror-Drama „Train to Busan“ sorgte 2016 für internationales Aufsehen. Die Vorgeschichte wurde im wenige Wochen später veröffentlichten Animationsfilm „Seoul Station“ umrissen. Das heißt, eigentlich ist die Erweiterung kein direktes Prequel, sondern ein ausschnitthafter Blick auf den Ausbruch der Zombie-Epidemie aus dem Blickwinkel verschiedener Figuren aus dem Bodensatz der Gesellschaft. Genau da liegt die…

  • Young Guns (USA 1988)

    „If you stay, they’re gonna kill you. And then I’m gonna have to go around and kill all the guys who killed you. That’s a lot of killing.” – Billy Bis in die mittleren 1980er galt der Western in Hollywood als tot. Zur Revitalisierung trugen 1985 gleich zwei Filme bei: Clint Eastwoods „Pale Rider“ und…

  • Itsy Bitsy (USA 2019)

    „Curiosity killed the Cat. Can be Deadly to people, too.“ – Walter Die Plünderung des kulturellen Nachlasses indigener Volksgruppen ist ein Verbrechen, das vor dem Hintergrund der Kolonialzeit oft ungesühnt blieb. In Micah Gallos „Itsy Bitsy“ dient dieser Kontext als Auslöser, wenn ein mysteriöses schwarzes Ei Anstoß für handgemachten Spinnen-Terror bietet. Denn Indios haben die Brut…

  • Crawl (USA/CAN/SER 2019)

    „We are gonna beat these pea-brained lizard shits!“ – Zuversicht im Überlebenskampf: Dave Der Tier-Horror funktioniert immer dann am besten, wenn der ihn umgebende Handlungsspielraum verknappt wird. Ein gutes Beispiel bietet „Crawl“, ein inhaltlich im besten Sinne simpel gehaltener Survival-Thriller, bei dem die Beteiligten hinter der Kamera fast mehr Erwartung schüren, als der Film letztlich…

  • The Last Kumite (D/USA/BG 2024)

     Früher war alles besser!? Noch vor der Jahrtausendwende endete die Ära regelmäßig in die Videotheken gespülter Karate-Actioner. In Asien waren Martial-Arts-Filme seit den 1960ern Teil des filmwirtschaftlichen Selbstverständnisses und durch den legendären Bruce Lee wurde die Begeisterung auch im Westen entfacht. Den Trend trat jedoch erst „No Retreat, No Surrender“ (1985) los, mit dem Hauptdarsteller…

  • Thanksgiving (USA 2023)

    „This year, there will be no leftovers!“ – John Carver Mit „Death Proof“ und „Planet Terror“ würdigten Quentin Tarantino und Robert Rodriguez 2007 das Exploitation-Kino der 1970er. Während beide Streifen auch einzeln veröffentlicht wurden, gab es sie in leicht eingekürzter Form auch als Double-Feature zu erleben – nur echt mit zwischengeschalteter Trailer-Show. Unter den fünf…

  • Der Leuchtturm (USA/GB/BRA 2019)

    Wer sich im zeitgenössischen Kino nach der Abkehr vom konventionellen Horror sehnt, liegt bei den Produktionen von A24 genau richtig. Binnen weniger Jahre hat sich die Marke zur festen Instanz in Sachen kunstvollem Schrecken entwickelt. Maßgeblich dazu beigetragen hat Auteur Ari Aster, der mit „Hereditary“ (2018) und „Midsommar“ (2019) viel beachtete – und ebenso polarisierende…