Catch 22 – Permanent Revolution (2006, Victory Records)

catch-22-permanent-revolutionEin Konzeptalbum über Leben und Theorien von Marxistenführer und Bolschewik Leo Trotzki? Warum eigentlich nicht. CATCH 22 nehmen sich dieser Aufgabe mit „Permanent Revolution“ an und folgen chronologisch markanten Stationen seines Daseins – von der Flucht aus der Verbannung 1902 über die Oktoberrevolution bis zu seiner Ermordung im mexikanischen Exil 1940. Soweit zum ambitionierten Inhalt. Musikalisch folgt das Sextett den Spuren des Vorgängers „Dinosaur Sounds“ und gestaltet damit auch den vierten Langspieler über Victory Records ansprechend. Mehr aber auch nicht.

Saxonophist Ryan Eldred ist bereits der dritte Sänger im Lager von CATCH 22. Er verleiht den Songs auf „Permanent Revolution“ die benötigte Dosis Ernsthaftigkeit, reißt im Gegenzug aber weniger mit als Urgestein Tomas Kalnocky, der den eingangs gewählten Weg der Band mit STREETLIGHT MANIFESTO erfolgreich fortschreitet. Von der Unbeschwertheit der Anfangstage hat sich CATCH 22 verabschiedet. Ihre Mischung aus Ska und Punk bringt noch immer Gelassenheit und Spielfreude mit sich, gipfelt aber weit seltener in ein mitreißendes Feuerwerk. „Dinosaur Sounds“ bleibt die Scheibe über weite Strecken ebenbürtig. Für eine Steigerung reicht es jedoch nicht.

Wertung: (6 / 10)

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