Carry-All – Emotivhate (2008, Rockhit Records)

carry-all-emotivhateMittlerweile dürfte sich auch in den kleinsten Winkeln herumgesprochen haben, dass aus Italien wirklich gute Pop-Punk-Bands kommen. Siehe zum Beispiel SHANDON oder VANILLA SKY. Dazu darf man auch getrost CARRY-ALL zählen, die nach einer EP und einer Split-CD nun ihr Full-Length-Debüt „Emotivhate“ der Welt zugänglich machen. Darauf setzt es sonnengegerbten Pop-Punk mit umtriebiger Bläserfraktion, insofern dürfen abermals SHANDON genannt werden, die sich musikalisch nicht so weit weg befinden. Allerdings scheint CARRY-ALL noch mehr die Sonne aus dem Hintern, wirken die Melodien und Harmonien noch eingängiger und poppiger. Das verbreitet zwangsläufig gute Laune und davon haben die Italiener scheinbar eine Menge.

Mit flottem Tempo flitzen sie durch die 12 Songs und hinterlassen in Form von „Distance“, „This Time“ oder „The Gap“ deutlich positive Ausrufezeichen. An einem leicht italienischen Akzent sollte man sich nicht stören, damit hatten schließlich auch VANILLA SKY zu kämpfen. Die Texte sind eher schlicht gehalten, wobei ihre Huldigung in Richtung der VANDALS als Punkgötter schon sehr amüsant ist („Yes I Like Vandals, So What?“). Einen Song in ihrer Heimatsprache gibt es auch, sowie das aus dem Film „Flashdance“ bekannte „What a Feeling“ als Coverversion, wobei dieses wohl eher auf der Bühne als auf Platte funktioniert. „Emotivhate“ stellt bestimmt keine Revolution dar, aber durchaus nette Unterhaltung für diejenigen, die auch gern mal etwas Sonnenschein in ihrem Leben gebrauchen können. Und wenn dies nur für die Laufzeit von 41 Minuten gilt. Dann ist die Mission von CARRY-ALL auf jeden Fall gelungen.

Wertung: (6,5 / 10)

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