Candy Hearts – The Best Ways to Disappear (2012, Bridge Nine Records/Violently Happy Records)

candy-hearts-the-best-ways-to-disappearHin und wieder beweist das feine, auf hochkarätigen Hardcore abonnierte Label Bridge 9, dass der Blick über den eigenen Tellerrand überraschend sympathisch wirken kann. Musikalisch belegen das die CANDY HEARTS, ein Vierer-Gespann aus New Jersey, deren EP „The Best Ways to Disappear“ in Kooperation von Violently Happy Records und eben Bridge 9 an den Mann gebracht wird. Frau natürlich auch. Nicht, dass dies extra hervorgehoben werden müsste, aber es bietet die Gelegenheit zur Überleitung auf Sängerin Mariel Loveland, die mit ihren drei männlichen Bandmates Indie-Rock mit pop-punkiger Note bietet. Neben den Label-Kollegen LEMURIA dürften sich die Ostküstler jedenfalls gut aufgehoben fühlen.

Aber die sechs Songs in zartem 90’s-Rückgriff überzeugen nicht allein als Kontrastprogramm zur Vielseitigkeit des Hardcore, sondern insbesondere durch schöne Melodien, locker fluffige Atmosphäre und bittersüße Texte mit melancholischem Hauch. Das von NEW FOUND GLORY-Gitarrist Chad Gilbert produzierte Output macht Lust auf mehr und bietet unaufdringliche Hits, aus deren Kreis nicht allein das lange akustische „Sick of It“ heraussticht. Vor allem nicht, wenn dem Perlen wie „Matchbox Car“ oder „Miles and Interstates“ vorangehen. Freunde von THE FORECAST dürfen, ach quatsch sollten hier ruhig ein Ohr riskieren. Es lohnt sich!

Wertung: (7,5 / 10)

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