Candy Hearts – All the Ways You Let Me Down (2014, Bridge Nine Records/Violently Happy Records)

candy-hearts-all-the-ways-you-let-me-downDie CANDY HEARTS sind so zuckersüß wie ihr Name. Bei den Hardcore-Spezis im Hause Bridge 9 sorgen sie neben LEMURIA für Kontrastprogramm in Sachen Indie-Rock. Nach zwei charmanten Platten in DIY-Manier läutete die „The Best Ways to Disappear“-EP, zugleich der Einstand der Band um Frontfrau Mariel beim Bostoner Krachmacher-Label, die Veränderung ein. Plötzlich ging es weniger reduziert, deutlich temporeicher und schlussendlich auch merklich hitastiger zu. Mit Entsprechender Spannung durfte das nächste Album erwartet werden, das mit dem Titel „All the Ways You Let Me Down“ exakt ins Schema luftig melancholischer Gefühlsprägung fällt. Das Ergebnis allerdings ist ein wenig ernüchternd.

Zwar fallen die 11 Songs gewohnt melodisch aus und auch Mariels Stimme unterstreicht die besungenen Emotionswallungen einmal mehr trefflich, doch fehlt das letzte Quäntchen Begeisterungsfähigkeit. Die Neigung zum Pop-Punk sorgt für gestandene Eingängigkeit, u.a. bei „The Dream’s Not Dead“, „Fool’s Gold“, dem poppigen „Coffee with My Friends“ und vor allem dem starken „Michigan“. Aber manche Nummer wirkt bei allem Sympathiewert schlicht austauschbar. So etwa das mit NEW FOUND GLORY-Sänger Jordan Pundik eingesungene Duett „Something’s Missing“. Pundiks Kollege Chad Gilbert produzierte die Platte übrigens wieder für sein Label Violently Happy Records. Unterm Strich bleibt „All the Ways You Let Me Down“ eine gelungene Scheibe – wenn auch eine ohne großen Nachklang.

Wertung: (7 / 10)

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