Cadet Carter – Cadet Carter (2018, Uncle M)

Im Falle von CADET CARTER darf es ruhig etwas mehr betont werden: Es ist schlichtweg beeindruckend, was die vier Wahl-Münchener auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum abliefern. Eine Platte von diesem Format – nur wenige Monate nach der Bandgründung im Sommer 2017 – bekommen gewiss nicht viele andere (Nachwuchs-)Bands hin. Musikalisch widmen sich CADET CARTER einem gefälligen Mix aus Indie und einer kleinen Prise Punk, bei der auch ein paar poppige Einflüsse nicht zu leugnen sind. Das erinnert gern mal an die großartigen SHERWOOD („Don’t Fail Me“), doch auch JIMMY EAT WORLD dürfen getrost als Referenz genannt werden.

Häufig ist es ja so, dass zwei, drei Songs hängen bleiben und der Rest eher unspektakulär vor  hinplätschert. Das tut nicht weh, so richtig nachhaltig ist das Ganze dann aber auch nicht. CADET CARTER sind anders. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die Jungs flächendeckend bleibende Eindrücke hinterlassen können. Mit ihrem Debüt haben sie jedoch alle Chancen dazu. Statt Mittelmaß gibt es hier eine Menge Potential zu hören. Recht zielsicher finden das Quartett den richtigen Ton, offenbart ein feines Gespür für Melodien und legt unter dem Strich auch ein nettes Tempo vor. Selbst wenn der leise Opener „Milwaukee“ noch etwas anderes vermuten lässt. Keine Frage, mit solch einem Album kann man starten.

Wertung: (7,5 / 10)

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