Bury Your Dead – It’s Nothing Personal (2009, Victory Records)

bury-your-dead-its-nothing-personalDie neue Scheibe von BURY YOUR DEAD trägt den Titel „It‘s Nothing Personal“. Es ist die mittlerweile fünfte und manch ein Fan der Krachmacher-Combo könnte sich angesichts der Negativveränderung tatsächlich persönlich beleidigt fühlen. Der Klargesang von Mike Terry, dem bereits vierten Frontmann der Band, blieb auf dem selbstbetitelten Vorgänger auf ein abrundendes Mindestmaß beschränkt. Gut ein Jahr später ist sie zum prägenden – und entsetzlich einfallslosen – vokalen Element verkommen. Klassisch gemosht wird zu dieser faden Anbiederungsmethodik auch nur noch selten.

Wenn ein Vertreter des metallenen Hardcores den Willen zur Weiterentwicklung offenbart, scheint dies löblich. Über Jahre die immer gleiche Platte aufnehmen ist schließlich kein Kunststück. Die von Terry und seinen Kollegen vollzogene Kehrtwende aber dürfte über weite Strecken nur ungläubiges Kopfschütteln provozieren. Monoton und ohne zündende Ideen beginnen die Tracks mit Double-Bass und Shouts, ergießen sich rasch aber in cleane Refrains nach identischem Baumuster. Die oft deutlich zu lang gezogenen Nummern verflachen in ihnen fast unweigerlich und zerren BURY YOUR DEAD ohne jede Not in die Beliebigkeit des Mittelmaßes. Nicht weniger als eine herbe Enttäuschung.

Wertung: (5 / 10)

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