Bride Wars – Beste Feindinnen (USA 2009)

bride-warsRomantische Komödien folgen stets ihren eigenen Gesetzen. Das tun sie auch dann, wenn die Männlichkeit in den Hintergrund rückt und einzig der holden Weiblichkeit das Parkett überlassen wird. Denn auch weibliche Freundschaft kann romantisch und unglaublich schön sein. Selbst wenn es nur um Freundschaft geht. Das beweisen aktuell die beiden Jung-Stars Kate Hudson und Anne Hathaway. Beide kennt man aus ähnlichen Verfilmungen bereits zur Genüge, aber selten agierten sie in einem unnötig harmlosen Film wie diesem.

Bereits seit Kindestagen träumen Liv (Kate Hudson) und Emma (Anne Hathaway) von ihrer eigenen Traumhochzeit in einem New Yorker Edelhotel. Und tatsächlich soll der Traum für sie bald in Erfüllung gehen, denn sowohl Anwältin Liv als auch Lehrerin Emma bekommen von ihren Liebsten Heiratsanträge. Eine Wedding-Plannerin übernimmt die Organisation, leider kommt es jedoch zu einer Verwechslung und beide Hochzeiten können nur an einem Tag im Plaza stattfinden. Aus den beiden Freundinnen werden schnell Konkurrentinnen um DIE Hochzeit ihres Lebens, die nun gegenseitig versuchen, die andere zur Aufgabe zu bewegen.

Im Grunde hätte „Bride Wars“ schon aufgrund seiner beiden Hauptdarstellerinnen eine wenigstens amüsante Komödie werden können. Wenn aber schon diese beiden nicht die Erwartungen erfüllen, wie soll dies dann für den gesamten Film gelten? Erfahrung in diesem Metier haben beide zur Genüge, aber harmonieren tun Hudson und Hathaway nur selten. Hudson markiert die Krakelige von beiden, die bspw. ihren „Wie werde ich ihn los in 10 Tagen“-Charme nie ausspielen kann, während Hathaway schlichtweg langweilig und wie ein kleines zartes Püppchen wirkt. Langweilig gerät auch der Kampf der Biester, wenn diese sich mit einem unpassenden Tanzlehrer, Bräunungscreme oder blauer Haarfarbe gegenseitig das (Braut-)Leben schwer machen. Die Pointen sitzen einfach nicht. Vor allem deshalb, weil sie zu bieder und einfallslos erscheinen, was eindeutig auf das Konto der Drehbuchschreiber geht.

Doch nicht nur hier hinkt der Film dem allgemeinen Durchschnitt hinterher. Fragen, die man sich als Betrachter zwangsläufig stellt, werden wenn überhaupt nur unzureichend beantwort. Warum kommt es überhaupt bei den beiden zu diesem Eklat, wo man getrost andere Mittel und Wege hätte finden können. Warum um alles in der Welt kommt eine Hochzeit urplötzlich nicht zustande, obwohl zuvor (fast) nichts darauf schließen ließ. Und warum dieses derart aufgesetzte Happy-End, dass dem Ganzen komplett die Krone aufsetzt? Nun ja, so läuft es halt in der Traumfabrik. Erinnern wird man sich an diesen Film sicherlich nicht lange. Dafür wurden die Möglichkeiten einfach ignoriert.

Wertung: (4 / 10)

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