Brick By Brick – Hive Mentality (2019, Upstate Records/Demons Run Amok)

Wer den metallischen Hardcore ohne Umschweife ins Fressbrett gezimmert braucht, ist bei BRICK BY BRICK an der richtigen Adresse. Das Gespann von der US-Ostküste ballert kompromisslos drauflos – und ändert in der Folge Nullkommanix. „Hive Mentality“ ist ihr sechstes Album, jedoch erst das dritte international verlegte. An Popularität gewinnt das Quartett, seit FULL BLOWN CHAOS-Frontmann Ray Mazzola 2014 das Mikro ergriff.

Ihr jüngster Streich macht da weiter, wo „Thin the Heard“ 2017 aufgehört hat. Will heißen, wuchtig wütender Hardcore trifft auf Metal-Vorstöße mit gelegentlichem Thrash-Überhang. Seine Wirkung verfehlt der explosive Cocktail keineswegs. Allerdings ist sie zeitlich überschaubar. Nachdem die neun Tracks verklungen sind, bleibt wenig übrig, an dem man sich festkrallen könnte.

Sicher, da sind die Vokal-Gäste, die neben dem neuerlich geladenen Vincent Bennett (THE ACACIA STRAIN) – bei „In the Ruins“ – auch Tony Foresta (MUNICIPAL WASTE/IRON RWAGAN) – bei „Bar is Open“ – auffährt. Nicht zu vergessen „Orange is the New Black“-Darstellerin Jessica Pimentel (ALEKHINE’S GUN), die zum Titeltrack eine wütende Spoken-Word-Passage beisteuert.

Am Ende, nach den eigenwilligen wie mäßig gelungenen Coverversionen „Slave to the Grind“ (SKID ROW) und „Iron Fist“ (MOTÖRHEAD), stellt sich jedoch eine gewisse Ermüdungserscheinung ein. Instrumental wird die wüst ballernde Scheibe fraglos ansprechend nach vorn gepeitscht – womit Mazzolas unerbittlich bellende Shouts ein souveränes Gegengewicht erhalten. Unter dem Strich fehlt es aber an echten Höhepunkten, um die Raumtemperatur durchweg nach oben treiben zu können.

Wertung: (6 / 10)

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