Black Dog (USA 1998)

black-dogAus der Abteilung: Was nicht so alles über die Leinwände flimmerte. Anno ’98 markierte Herzensbrecher Patrick Swayze („Ghost – Nachricht von Sam“) den harten Hund und sorgte in „Black Dog“ für Blech- und Kollateralschäden. Regie führte Kevin Hooks („Fled – Flucht nach Plan“), der später zum Fernsehen wechseln und die Erfolgsserie „Prison Break“ produzieren sollte. Rasant, klischeehaft und vorhersehbar stürzt er den unlängst aus dem Knast entlassenen Lastwagenfahrer Jack (Swayze) in einen mörderischen Wettlauf gegen die Zeit und den Bibel zitierenden Fiesling Red (Rockstar Meat Loaf, „The 51st State“).

Die Motive des Helden sind edel, als er sich von seinem Boss breit schlagen lässt, auch ohne Lizenz eine ominöse Ladung von Atlanta nach New Jersey zu kutschieren. Das Geld braucht der sorgende Familienvater, um die drohende Pfändung seines Heims abzuwenden. Doch schnell ist klar, dass Red die ihm übergebene Fracht, ein Hänger voller Waffen, gern wieder in seinen Besitz brächte. Unklar sind anfangs die Rollen der zu seinem Schutz abgestellten Begleiter (u.a. Country-Star Randy Travis, „The Shooter“). Doch als die Attacken auf den unerschrockenen Trucker zunehmen, ist ihm jede Hilfe recht.

Daheim halten seine Auftraggeber Frau und Tochter als Geisel, damit Jack der ihm zugespielten Aufgabe auch mit entsprechendem Ernst begegnet. Zusätzlich ist ihm auch die Bundespolizei – in Gestalt von Charles S. Dutton („Mimic“) und Stephen Tobolowski („Glimmer Man“) – auf den Fersen. Die überzeichneten Figuren befreien den Film von seiner Ernsthaftigkeit, was der Kurzweil heuer zuträgt. Gesteigerter Realitätsgehalt dürfte der Old School-Autoaction ohnehin nicht abverlangt werden, sind die Karren der Bösen doch akut explosionsgefährdet.

Auch eine in bester Rambo-Manier ausgebrannte Schussverletzung bereitet Jack im Nahkampf später keine Schwierigkeiten mehr. Dass da auch das sämtliche Probleme aus der Welt schaffende Happy End in gängiger Übertreibung schwelgt, verzeiht man dem PS-geschwängerten Nonsens gern. Zumal am Schluss noch das Duell mit dem nimmermüden Red auf dem Plan steht. Auf seine Art macht der Film Spaß, dank munter über die Stränge schlagender Darsteller, satter Action und hübsch handgemachten Karambolagen. Für die Karriere des Patrick Swayze allerdings war dies ein untrügliches Zeichen des Abstiegs. Und das irgendwie auch zu recht.

Wertung: (5 / 10)

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