Biertras – Herzblut (2012, KB Records/Cargo Records)

biertras-herzblutDie BIERTRAS sind zurück – und präsentieren einen Strauß rüder Rinnstein-Hymnen zwischen Street-Rock und Oi. Auf „Herzblut“, dem zweiten Album der Band aus dem Erzgebirge, wird beidhändig in alle Richtungen gefeuert. Textlich ist die Scheibe dabei betont derbe gehalten. Aber ob Kirchenbashing („Stigma“) oder subkulturelle Brüderlichkeit („Neue Geschichten, alter Glanz“), gehört hat man das alles schon zu Hauf. Aber im Gegensatz zu vielen Bands finden sie auch positive Worte und beschwören in „Der Eiserne Vorhang“ die Einheit. Nicht die irgendwelcher Genre-Genossen, sondern die der Deutschen in Ost und West.

Auch wird der Alkohol in „Man sagt“ mal nicht glorifiziert. Die Anmahnung des zerstörerischen Übels reicht aber gerade bis zur lasterhaften Ode „Engel des Teufels“. Darauf erst mal ein Bier! Das im Titel verewigte Herzblut bleibt stets spürbar. Wenn auch nicht jeder Song in gleicher Weise zünden will. Grundlegend allerdings liefern BIERTRAS eine souveräne Sammlung gut nach vorn gehender Hymnen zum Fäusterecken ab. Das muss genügen. Was der Rest denkt, ist gerade in diesem Metier der ruppigen Worte und gepflegten Attitüden sowieso scheißegal.

Wertung: (6 / 10)

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