Bent Life – Never Asked for Heaven (2016, Bridge Nine Records)

bent-life-never-asked-for-heavenDer Hardcore hat es wieder eilig. Auch BENT LIFE veranschlagen für 10 Songs 25 knackige Minuten. Ihr Albumerstling „Never Asked for Heaven“ wurde von TERROR-Drummer Nick Jett produziert. Die klangliche Artverwandtschaft kommt also nicht von ungefähr. Nach kurzem Riff-Marathon zur Einstimmung folgt „Lock“ tatsächlich dem wüst vorwärtspreschenden Stil, den TERROR insbesondere in ihrer Frühphase pflegten.

Bei „Thanks for Nothing“ wird das Tempo in der Folge etwas gedrosselt. Dafür dröhnt am Rand eine rockige Gitarre. Nach ganz großem Wurf klingt das nicht. Eher nach gefälliger Solidität. Da haben Combos des Kalibers EXPIRE doch eine Schippe mehr Intensität zu bieten. Im Bemühen um Abwechslung lassen BENT LIFE den Vorwärtsdrang schleifen. Ab „Hands of Lead“ übernehmen Mid-Tempo-Stampfer das Ruder. Daran ändert auch der Vorstoß „Stab Me“ wenig. Oder der schneidende Bass in „Kick“.

Es mangelt nicht an Aggression und auch nicht an Schmackes. Eher an Konstanz. Streckenweise wirken die Songs untereinander austauschbar, die Riffs nach Schema F verklebt. So geht „Never Asked for Heaven“ trotz starker Momente zu früh die Luft aus. Das ist umso bedauerlicher, da der Abschluss „Permanence“ von geschmeidigen Gitarren ausgehend über die bloße Nacheiferung erwähnter Genre-Schwergewichte hinausgreift. Hoffen wir also auf’s nächste Mal.

Wertung: (6 / 10)

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