Banditen! (USA 2001)

banditen-2001Der eher zurückhaltende, hypochondrisch veranlagte Terry Collins (Billy Bob Thornton) und der etwas rauere, sichtlich coole Joe Blake (Bruce Willis) haben noch einige Jahre im Gefängnis abzusitzen. In einem Anfall von Wahn entschließt sich Joe eines Tage kurzerhand, mit einem Laster aus dem Gefängnis zu flüchten, nicht ohne jedoch auch Terry mitzunehmen. Beide möchten in Mexico ein geregeltes Leben als Hoteliers führen, doch erst einmal muss das nötige Kleingeld für dieses Unterfangen rangeschafft werden.

Da es sich bei den beiden nicht um Schwerverbrecher handelt, sondern sie eher der Kategorie „liebenswerte Gauner“ zuzuordnen sind, gibt es keine Blutorgien, sondern sie nisten sich jeden Abend, bevor sie eine Bank ausrauben, bei dem jeweiligen Bankdirektor ein, um am nächsten Morgen in aller Seelenruhe den Tresor zu plündern. Die Masche funktioniert reibungslos und nach einiger Zeit gehören Joe und Terry zu den meistgesuchten Verbrechern der USA. Alles scheint perfekt zu laufen, bis sie durch Zufall an die von ihrem Ehemann und Leben gelangweilte Kate (Cate Blanchett) geraten, die das heile Gaunerleben schnell aus den Fugen wirft.

Regisseur Barry Levinson steht nicht unbedingt für konventionelle Kinokost. Allerdings ist die Qualität seiner Filme eher durchwachsen. Darunter sind bessere wie „Rain Man“ oder „Wag the Dog“, doch ist der Mann auch für den langweiligen „Sphere“ verantwortlich. „Banditen!“ steht irgendwo dazwischen, nicht wirklich herausragend, aber für einen lauen Nachmittag reicht es allemal. Allerdings will und wird er auch mit seinem letzten Werk die breite Masse nicht ansprechen, denn der Film ist weder eine Slapstick-Komödie und auch kein Action-Road-Movie, sondern vielmehr eine charmante Gaunerkomödie mit spärlich gesäten, vorrangig subtilen Gags.

Verantwortlich dafür ist Billy Bob Thornton („The Man Who Wasn‘t There“), der mit seinem Krankheitswahn den Rest der hochkarätigen Darstellerriege locker in den Schatten stellt. Bruce Willis und Cate Blanchett liefern solide Leistungen ab, kommen aber in keiner Art und Weise an Thornton heran. Der Film fängt unterhaltsam an, zieht sich aber leider ab der Hälfte und zum Schluss neigt man doch gar dazu, ein wenig einzunicken. Insgesamt nicht schlecht, aber es mangelt schlicht an Überraschungsmomenten.

Wertung: (5 / 10)

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