Badlands – Alexandrian Age (2013, Rebellion Records)

badlandsalexandrianagePunk braucht Leidenschaft. Vor allem in der stimmlichen Ausprägung, die selbst bei eher verhaltener instrumentaler Klasse imstande ist, das Ruder herumzureißen. Bei BADLANDS und ihrem fünften Album „Alexandrian Age“ ist der Gesang das größte Problem. Nicht, dass Frontmann Victor seinen Emotionen keinen Ausdruck verleihen könnte. Nur verbleibt er auf einer sonoren Ebene, die mehr Stoik als Bewegungsbereitschaft signalisiert. Begeisterung stellt sich da keine ein. Dabei ist die Scheibe in ihrer stilistischen Variabilität durchaus reizvoll.

Standesgemäßer Punk-Rock trifft in melodisch ausgeprägter Dichte auf Folk-beeinflusste Nummern mit Akustikgitarre und Singer/Songwriter-Flair (u.a. „Cast Out“). Zu ihnen passt denn auch die ruhige Stimme, die bei den angezogenen Tracks jedoch immer ein wenig hinterherzuhinken scheint. Beim eröffnenden Titelsong wirkt das Ganze gar wie ein PENNYWISE-Stück, bei dem in der Stimme Jim Lindbergs sämtliche Höhen und Tiefen gekappt wären. Für ein paar ansprechende Momente reicht das locker – etwa beim folkig angehauchten „Mastersinger of Thuringia“ oder „Back Where I Belong“ –, auf den Spuren von SOCIAL DISTORTION hat der Erwachsenen-Punk aber merklich überzeugenderes zu bieten.

Wertung: 5 out of 10 stars (5 / 10)

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