Bad Cop/Bad Cop – Lighten Up (2025, Fat Wreck/Hopeless Records)

„Try to love your life, while you can…“ – ‘Dead Friends‘
Ein Plattentitel, der dem aktuellen Zeitgeist zuwiderläuft: „Lighten Up“. Doch so erhellend dazu auch das Cover der neuen Platte von BAD COP/BAD COP erscheint, so naiv wäre die Annahme, dass sich die vier Punk-Rockerinnen auf ihrem vierten Langspieler seichten Themen hingeben würden. Versöhnliche Töne werden aber fraglos mit dem eröffnenden „All Together Now“ angeschlagen, das Einigkeit und die Überwindung ideologischer Gräben zum problemlösenden Wohle der Menschheit besingt – und das musikalisch mit Hang zu vielseitiger Rockigkeit nebst Ska-Anklängen.
Um den Charakter von „Lighten Up“ zu erfassen, bieten sich aber auch die beiden anderen neben „All Together Now“ vorab veröffentlichten Singles an: „I4NI“ prangert den ewigen (Teufels-)Kreislauf des „Auge um Auge“-Mantras an und plädiert stattdessen für Verständnis, Vergebung und Versöhnung. „Strugglinh“ stützt in der Thematisierung von Depression und negativer Selbstwahrnehmung hingegen den weitgehend persönlichen Kern der Texte (siehe dazu auch „Straight Out of Detox“ oder „Dead Friends“). Serviert wird die Nummer dabei ebenfalls als melodischer Punk-Kracher mit betont rockigen Gitarrenparts.
Die elf Tracks künden dabei mehr denn je vom packenden Nebeneinander von (instrumentaler) Power und (vokalen) Harmonien; fast wie eine Mischung aus FABULOUS DISASTER und den DANCEHALL CRASHERS. Den Abwechslungsreichtum mehren dabei u. a. der lässige Surf-Rock-Einstieg von „Note to Self“, dem auch noch ein Spoken-Word-Part mit „Simpsons“-Hommage von Rapper 2mex beigefügt wurde, oder der entschleunigende 50’s-Rock’n’Roll-Ausflug „See Me Now“. Es bleibt spürbar, dass BAD COP/BAD COP auf „Lighten Up“ neuen Impulsen nachgegangen sind, ohne die Essenz ihres Sounds wesentlich zu verändern. Davon lassen sich die Fans doch gern erhellen!
Wertung:
(7,5 / 10)
