Bad Astronaut – Twelve Small Steps, One Giant Disappointment (2006, Fat Wreck Chords)

badastronauttwelvesmallstepsAls eines von drei Projekten stellt BAD ASTRONAUT die nachdenkliche Seite des Joey Cape (LAGWAGON, ME FIRST AND THE GIMME GIMMES) dar. Als kleines Projekt gestartet, ist „Twelve Small Steps, One Giant Disappointment“ das bereits dritte Album der Band, die aus insgesamt sieben Mitgliedern besteht bzw. bestand. An dieser Platte  arbeitete die Band insgesamt vier Jahre. Nachdem sich Derryck Plourde – Drummer bei BAD ASTRONAUT, ehemaliges LAGWAGON-Mitglied und zudem enger Freund von Joey Cape – im Jahre 2005 das Leben nahm, stand die Fertigstellung noch in den Sternen. Doch die verbliebenen Musiker, allen voran Joey Cape, beendeten letztlich die Arbeit, was in dreizehn häufig melancholische, manchmal auch traurige Songs mündet.

Mit BAD ASTRONAUT hat Joey Cape stets die spaßigen Pfade verlassen, die seine beiden anderen Bands auszeichnet. Wer sich mit der Person Joey Cape bereits einmal unterhalten hat weiß, wie viele Gedanken dieser sich über persönliche Dinge macht, sei es nun seine Familie, Freundschaft oder aber auch Politik. „Twelve Small Steps, One Giant Disappointment“ ist natürlich vor allem dem verstorbenen Derrick Plourde gewidmet, bereits beim letzten LAGWAGON-Album „Resolve“ verarbeitete Cape dessen Tod. So ist es kein Wunder, das melancholische Töne das Album von vorne bis hinten durchziehen. Dies hat zwar auch die beiden Vorgänger schon ausgezeichnet, doch waren diese nicht von solch einer traurigen Stimmung geprägt, wie das leider letzte BAD ASTRONAUT Album.

Die Stücke sind vornehmlich ruhig gehalten, es gibt bis auf wenige Ausnahmen (bspw. „Best Western“) keine rockigeren Ausflüge. Dies schadet dem Album jedoch mitnichten, denn „Good Morning Night“, „Minus“ oder auch „The F Word“ sind einfach nur schöne Songs. Leider wird es kein weiteres Album der Band geben, dieses Projekt wurde aus bekannten Gründen ad acta gelegt. Wer auf weitgehend ruhigen, gefühlvollen wie intensiven Rock steht, diese Band ohnehin schon immer gemocht hat, der wird von „Twelve Small Steps, One Giant Disappointment“ begeistert sein. Die unnachahmliche Stimme von Cape tut ihr Übriges dazu.

Wertung: (8 / 10)

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