Bad Aces – Rope A Dope (2010, LMLP Records/Alive)

badacesropeadopeWenn sich der Punk n’ Roll allein über die Räudigkeit des Sounds definiert, dann ist Produzent Jon Caffery (DIE TOTEN HOSEN) dieser Essenz mit den BAD ACES verdammt nah gekommen. Um die Dynamik eines Live-Konzerts einzufangen, verfrachtete er die junge Band aus Ratingen bei Düsseldorf auf die Bühne eines eigens angemieteten Clubs. Dort durften die Jungs dann nach Belieben die Sau raus lassen, was Caffery mit gebührendem technischen Aufwand einzufangen wusste.

Das Ergebnis dieses sympathischen Experiments hört auf den Namen „Rope A Dope“ und bietet elf Tracks zwischen standesgemäß rollendem Rock und der Rotzigkeit des Punk. Über weite Strecken funktioniert diese altgediente Mischung überzeugend, reißt jedoch nur selten den Boden unter den Füßen hinweg. Die Chöre passen wunderbar in verrauchtes Kneipenambiente, über die volle Distanz rufen die BAD ACES aber zu selten eine Qualität ab, die sie über etablierte Rotz-Rock-Combos hinausgreifen ließe. Ein standesgemäßes Debüt also, dessen Mangel an echten Hits aber noch einige Luft nach oben belässt.

Wertung: (6 / 10)

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