Back in Action (CAN 1993)

backinactionAls Erfinder des erfolgreichen Fitness-Systems Tae Bo öffnete sich Billy Blanks einem breiten Markt. Seiner Beschäftigung als Schauspieler in zweitklassigen Actionfilmen („T.C. 2000“) braucht er seitdem nicht mehr nachzugehen. Nach kleinen Rollen in „The Master“ (1989), „Tango & Cash“ (1989), „Leon“ (1990) und „Last Boy Scout“ (1991) etablierte er sich durch Mitwirkung in „Karate Tiger 5 – König der Kickboxer“ (1991) im Bereich des B-Pictures. Zu seinen ansehnlichsten Werken zählt das harte Karate-Spektakel „Back in Action“, wo Blanks mit Wrestling-Star ´Rowdy´ Roddy Piper („Sie leben!“) die Unterwelt aufmischt.

Der ehemalige Elitesoldat Billy (Blanks) sorgt sich um seine Schwester Tara (Kai Soremekun, „Heat“), gerät die doch in den Kreis des Gangsters Kasajian (Nigel Bennett, „Cypher“). In Bedrängnis gerät die naive junge Frau, als sie Zeugin des Mordes am Polizisten Wallace (Barry Blake, „Concept of Fear“) wird. Dessen Partner Frank Rossi (Piper) setzt fortan alles daran, Kasajian zur Strecke zu bringen. Als der Schurke sowohl Tara, als auch Franks ehemalige Geliebte Helen (Bobbie Phillips, „Lion Strike“) entführen lässt, formieren sich Cop und Ex-Militär zu einer schlagkräftigen Einheit.

Die Regisseure Paul Ziller („Shootfighter 2“) und Steve DiMarco („John Woos The Thief“) lassen es in „Back in Action“ zünftig krachen. Der dünne Plot dient lediglich als Aufhänger für permanent und meist sinnlos aufkeimende Kloppereien und Schusswechsel. Für ersteres bürgt Billy Blanks mit gestählter Physis. Zwar grenzt dessen mimisches Repertoire an die Ausruckskraft eines Grillhähnchens, doch lässt der schwarze Hüne ohnehin lieber die Fäuste als die Lippen sprechen. Der ausgiebige Gebrauch von Handkante und Fußsohle auf des Gegners Leib ist entsprechend rasant inszeniert und kann im B-Genre durchaus auf Augenhöhe mit der Spitze Schritt halten.

Das gilt leider nicht für den Rest der filmischen Umsetzung. Profane Ballereien mit teils reichhaltigem Blutzoll füllen die Zeit zwischen Blanks Akrobatikeinlagen. An Tempo mangelt es dem Streifen nicht, wohl aber an Inspiration. Dem Freund der geistlosen Gattung dürfte das genügen, verliert „Back in Action“ doch nicht allzu viele Worte und hat mit Roddy Piper überdies einen bewährten Sympathieträger im Gepäck. Mit flotten Sprüchen und sichtlicher Spielfreude erfährt das grassierende schauspielerische Unvermögen durch ihn gar eine gewisse Aufwertung. Wer sich damit zufrieden gibt, wird gut unterhalten.

Wertung: (5 / 10)

scroll to top