Antillectual – Start From Scratch (2010, Destiny Records)

antillectual-start-from-scratchAuch für ihr neues Album „Start From Scratch“ setzen die drei Holländer von ANTILLECTUAL auf weitreichende Distributionswege. Schon beim Vorgänger „Testimony“ kamen verschiedene Label ins Spiel und nichts anderes gilt auch für ihr neues Output. Für Deutschland ist nun Destiny Records aus Berlin zuständig, zuvor war dies noch Sache von Fond of Life. Mit ihrem politisch angehauchten Punkrock konnten ANTILLECTUAL schon vor etwa zweieinhalb Jahren punkten. Auf „Start From Scratch“ lässt es das Trio nun etwas ruhiger angehen. Sie setzen vermehrt auf Melodien als auf Härte und Tempo. Mehr und mehr nähern sich die Songs dem Midtempo-Bereich an, eher selten geht es schneller und härter zur Sache („Out the Ground From Under Our Feet“, „Our Hearts”).

Vom Stil her erinnert die Band weiterhin an PROPAGANDHI, der Gesang ist den Kanadiern sowieso nicht ganz unähnlich. Auch das politische und soziale Engagement ihrer Texte vereint beide Bands, zu jedem Text gibt es Liner-Notes über deren Entstehung und Hintergründe. Chris Hannah von PROPAGANDHI ist dann auch bei „Cut the Ground From Under Our Feet“ zu hören, einem der stärkeren Songs des Albums. Gerade anfangs lassen die Highlights noch etwas auf sich warten. Da war „Testimony“ mit seinen härteren und schnelleren Parts präsenter. Hier muss man sich erst einmal an die stärker ins Zentrum rückenden Melodien gewöhnen, die ein bisschen Zeit benötigen. Dann aber zünden Songs wie „The Hunt is On“ oder „Some of My Best Friends Are Meat Eaters”, wobei sich manches auch wiederholt. „Start From Scratch“ liegt für mich nicht ganz auf der Höhe von „Testimony“, wobei das Album wie gesagt nach ein paar Durchläufen ein anderes Bild abgibt. Nett, gut, aber nicht herausragend.

Wertung: (6,5 / 10)

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