Amityville III (USA 1983)

amityville3Der Erfolg des Spukhaus-Horrors „Amityville“ begünstigte bis 1996 sieben Fortsetzungen. Wobei sich die erste eigentlich der Vorgeschichte widmete. Erst der Folgepart rollte das Geschehen von vorn auf und wurde, wie für dritte Teile in den Achtzigern durchaus üblich (siehe „Freitag der 13. Teil 3“ oder „Der Weiße Hai 3“), in der totgesagten 3D-Technik gedreht. Neben der regulären Variante (mit unscharfen Rändern) hat es nun auch diese Fassung inklusive beigefügter Rot/Grün-Brille hierzulande auf DVD geschafft.

Das Cover der Epix-Edition schmückt sich mit einem Vermerk der Mitwirkung Meg Ryans („Harry und Sally“), die, Anfang zwanzig, eine Nebenrolle als Freundin von Reporter-Tochter Susan („Full House“-Herzchen Lori Loughlin) bekleidet. Deren Vater, der investigative Journalist John Baxter (Tony Roberts, „Der Stadtneurotiker“), kauft das Spukhaus im Totenkopf-Look und tut sämtliche Vorzeichen – und die Sorgen von Ex-Frau Nancy (Tess Harper, „Silkwood“) – als plumpen Aberglauben ab. Schließlich hat er zahlreiche Geistererscheinungen als Scharlatanerie entblößt.

Doch das Fürchten wird er wieder lernen. Dafür trägt der mysteriöse Brunnen im Keller Sorge, der deutlicher denn je die Pforte zur Hölle markiert. Die Warnungen einer Kollegin, die effektvoll (und erstmals ungeschnitten) in ihrem Auto verbrennt, verhallen ungehört. Immerhin zeigten die von ihr im Haus geschossenen Fotos den Kopf des Maklers (das erste Opfer) seltsam verzerrt. Eine Idee, die sich im Grusel-Genre auch heute noch großer Beliebtheit erfreut. Das Böse aber hat viele Gesichter. Als Insektenschwarm, zufallende Tür oder – das trickreiche Finale will es so – leibhaftiges Gummi-Monster.

Um den Stoff visuell aufzupeppen darf der parapsychologischen Phänomenen nachstellende Wissenschaftler West (Robert Joy, „Land of the Dead“) noch mit Hilfsarbeitern und allerlei technischem Equipment anrücken. „Amityville III“ mag angestaubt und nicht sonderlich originell daherkommen, erfüllt mit grundsolidem Spannungsbogen und der routinierten Regieleistung Richard Fleischers („Soylent Green“) aber grundlegend seinen Zweck. Ein bedeutender Film ist das sicher nicht, im Heimkino-Segment durfte diese Lücke aber durchaus geschlossen werden. Nicht einmal viel schlechter als das Original.

Wertung: (5 / 10)

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