America’s Sweethearts (USA 2001)

americas-sweetheartsDas Leben ist ein Keks.

Gwen (Catherine Zeta-Jones, „Verlockende Falle”) und Eddie (John Cusack, „High Fidelity”) sind das schillerndste Paar Hollywoods. Zumindest bis zu ihrer Trennung. Auslöser dafür ist Gwens Verhältnis mit dem spanischen „Hengst” Hector (herrlich debil: Hank Azaria, der mit Cusack bereits in „Grosse Point Blank” spielte), das beim Dreh ihres letzten gemeinsamen Films seinen Anfang nahm und aus Eddie ein nervliches Wrack gemacht hat.

Im Rahmen einer für Presseleute angelegten Vor-Premiere sollen die beiden Streithähne nun noch einmal gemeinsam vor die Kameras treten, schließlich brauchen alle Beteiligten einen baldigen Erfolg. Studioboss Kingman (Stanley Stucci, „Big Nights”) ruft deshalb PR-Profi Philips (amüsant: Billy Crystal, „Harry und Sally”) auf den Plan, der mit Hilfe von Gwens Schwester Kiki (Julia Roberts, „Pretty Woman”) die Wogen glätten soll.

Joe Roths Film hätte eine flotte Screwball-Komödie mit satirischem Arschtritt auf die Macken der Stars werden können. Jedoch driftet „America’s Sweethearts” nach verheißungsvoll bissigem Auftakt zusehends in die Belanglosigkeit typischer Hollywood-Kalauerklitschen ab. Schade, denn Schauspieler und Co-Autor Billy Crystal tut es seinen Oscar-Moderationen gleich, will zwar Watschen verteilen, aber keinem Mitglied des Kreises erlesener Schauspieler des Filmmekkas Hollywood ernsthaft wehtun.

So bietet der Film solide Unterhaltung der gewohnten Art. Die Darsteller (u.a. Seth Green, „Austin Powers”) sind allesamt sehenswert, auch wenn „Everybody’s Darling” Julia Roberts in Nahaufnahmen aussieht wie eine ausgehungerte Giraffe. Die besten Auftritte jedoch behält sich der Film für Christopher Walken („King of New York”) als durchgeknallter Regisseur und Alan Arkin („Catch 22″) als Hippie-Guru vor.

Wertung: (6 / 10)

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