American Pie präsentiert: Nackte Tatsachen (USA 2006)

american-pie-nackte-tatsachenDer Kino-Trilogie folgen die Videoproduktionen:. „Nackte Tatsachen“ ist der mittlerweile fünfte Teil von „American Pie“. Nach ihm verlangt hat wohl niemand. Trotzdem können alle Junggebliebenen Zeuge werden, wie Regisseur Joe Nussbaum („Plötzlich verliebt“) den Mitgliederkreis der Stifler-Sippschaft ausweitet. In den ersten drei Teilen sorgte Sean William Scott als arroganter Macho für zotiges Vergnügen. Part vier machte den jüngeren Bruder des ´Stiffmeister´ zur tragenden Figur. Im jüngsten Nachklapp ist Cousin Erik (John White, „Fast Food High“) der Libido-gebeutelte Hauptcharakter. Doch will der liebestolle Waschlappen der Familientradition nur schwerlich gerecht werden.

Das eigentlich bedauerliche an „Nackte Tatsachen“ sind die Charaktere. Wo das Original zumindest auf sympathisch überzeichnete Figuren setzte, sucht man im jüngsten Aufguss vergebens nach Typen, die eine Bindung zum Publikum herstellen. Statt dessen gibt es die scheue Schablone Erik, die, obwohl seit zwei Jahren in einer festen Beziehung, noch immer der eigenen Entjungferung entgegenstrebt. Seine sexgeilen Kompagnons überreden ihn zum Besuch eines studentischen Nacktlaufs auf einem fernen Campus. Als ihm die Freundin dann auch noch die Verzeihlichkeit des Fremdgehens in Aussicht stellt, scheint der ersehnten Defloration nichts mehr im Wege zu stehen. Oder doch?

Ohne jeden Charme ruckelt die alberne Teen-Komödie über eine Unflat aus Kotze und Pimmelwitzen dem moralisch einwandfreien Ausgang entgehen. Ohne echten Zusammenhang werden Gags aneinandergekleistert, die wie eine schale Nummernrevue um kleinwüchsige Footballer und wiederholte Anzüglichkeiten kreist. Das Konzept der Vorgänger gestaltete sich ähnlich, doch war der Humor dort wenigstens mit einem Hauch von Originalität gesegnet. So geht es mit neuer Clique und alten Scherzen – schließlich darf auch Eugene Levy („Haus über Kopf“) als Jason Biggs Filmvater auf Solopfaden nicht fehlen – der völligen Belanglosigkeit entgegen. Der Unterhaltungswert könnte kaum niedriger sein.

Wertung: (2 / 10)

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