American Fighter II – Der Auftrag (USA 1987)

americanfighter2„Der amerikanische Ninja konnte auch fliehen. Er kämpft wie ein Ninja.“ – der Weisheit letzter Schluss: Tojo Ken

Ein tropisches Inselparadies, eine US-Botschaft, Marines als Bewacher. Inkognito versteht sich. Der subversiven linken Subjekte wegen. Das bedeutet Bermuda-Shorts statt Uniform und Saufgelage statt Zapfenstreich. Doch etwas ist faul in dieser staatstragenden Idylle. Wild Bill (Jeff Celentano, „Puppet Master II“), der Anführer der Handvoll Streitkräfte ist in Sorge. Ein paar seiner Männer sind ihm auf rätselhafte Weise abhanden gekommen. Also erbittet er Hilfe aus der Heimat. Doch statt Marines schickt Washington zwei Ranger, das kampferprobte Duo Armstrong (Michael Dudikoff, „Midnight Ride“) und Jackson (Steve James, „Night Hunter“).

Die stoßen schnell auf Ninjas, mit deren mystischer Aura unter der Regie Sam Firstenbergs („Cyborg Cop“) allerhand Schindluder getrieben wird. Allen voran in lausig choreographierten Kampfeinalgen, bei deren Behäbigkeit man sich zwischendrin problemlos eine Stulle schmieren könnte, ohne wesentliche Körperregungen zu verpassen. Aber die maskierten Paradekämpfer sind ohnehin nicht mehr das, was sie mal waren. Armstrong reicht es bereits, die Killer in Schwarz nur zu Boden zu ringen oder mit Holz zu bewerfen, um sofortiges Herzversagen zu forcieren. Ob solcher Talente zeigen sich auch die Bösewichter schwer beeindruckt.

Drahtzieher der subversiven Taten ist Millionär und Drogenbaron Leo (Gary Conway, „Amos Burke“), der die biogenetische Verwandlung von Männern in Ninjas fördert. Dazu bedient er sich der Fähigkeiten eines Wissenschaftlers, mit dessen Tochter Armstrong pünktlich zum Finale in die Höhle des Löwen vordringt. Vors Katana kriegt er dort auch den bereits frühzeitig als chronisch unterlegenen Endgegner ausgemachten Tojo Ken (choreographierte auch die Fights: Mike Stone, „Kommando Tigershark“). Zuvor aber wollen allerhand Visagen verbeult werden, was den bärenstarken Sidekick Jackson auch mal in bester Bud Spencer-Manier ganze Horden von Angreifern durchs Inventar schleudern lässt.

Solch kruder Humor lockert die handzahme Action spürbar auf. Ein paar gebrochene Knochen oder Genicke, hier mal ein Wurfstern in der Stirn, dort einen auf der Motorhaube festgekrallten Ninja samt Wagen in den Explosionstod geschickt. Für den „American Fighter“ (eigentlich ja „American Ninja“) ist wieder einiges zu tun, was ihm aufgrund der schier übermenschlichen Fähigkeiten aber keine großen Anstrengungen abverlangt. Das Drehbuch ist lächerlich, der Krawall streng nach Bauart des B-Films aufgezogen. Das bürgt gerade ob der akuten Dummheit für nostalgisch angehauchten Spaß. Ein fast schon klassischer Trash-Actioner.

Wertung: (4 / 10)

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