Alpha & Omega – No Rest, No Peace (2013, Bridge Nine Records)

alphaomegarestpeaceRuhe? Frieden? Blödsinn! Vor allem im Hardcore, der stets rastlos und getrieben wirkt, ja geradezu wirken muss. Das leben auch ALPHA & OMEGA vor, die mit „No Rest, No Peace“ ihr Bridge 9-Debüt abliefern und – nicht allein aufgrund des Bandnamens – alte Helden wie CRO-MAGS feiern. Über 10 angenehm kurz gehaltene Brecher präsentiert das Quintett aus Los Angeles die alte Genre-Schule und ergänzt diese punktiert um melodische Farbtupfer. Progressiv ist das fürwahr nicht, im Gegenzug aber auch weit davon entfernt, einzig die ewig Gestrigen zu bedienen.

Der Opener „Sink“ oder „Burning Rope“ offenbaren einen zeitgemäßen Blick auf klassische Strukturen, der sich vor allem in (dezent) abwechslungsreichen Variierungen von Tempo, Rhythmus und Stimmgewalt äußert. Beim Titeltrack oder „Downfall“ hält dagegen traditionell Metal-beeinflusstes Getöse mit Gangshouts Einzug. Auf diese Weise geht es weiter, bekannt und doch stets packend. Und dass ALPHA & OMEGA im melodischen Detail auch durchaus Überraschungspotenzial entwickeln, macht „No Rest, No Peace“ schlicht zu einer rundheraus gelungenen Scheibe. Aber anderes darf von Bridge 9 auch fast nicht mehr erwartet werden.

Wertung: (7,5 / 10)

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