All For Nothing – Can’t Kill What’s Inside (2007, Swell Creek Records)

all-for-nothing-cant-kill-whats-insideSeit etwa vier Jahren treibt die niederländische Hardcore-Formation ALL FOR NOTHING nun schon ihr Unwesen in der europäischen Szene. Nach einigen kleineren Veröffentlichungen setzt es nun mit „Can´t Kill What´s Inside“ das zweite Full-Length des Quintetts aus Rotterdam. Hauptaugenmerk sollte dabei auf Frontfrau Cindy van der Heijden gelegt werden, die mit ihren – im Vergleich zur härteren Gangart vieler männlicher Kollegen – klareren Gesangsstrukturen auf jeden Fall hervorsticht. Wie das nette kleine Mädchen kommt sie allerdings auch nicht rüber, dies sollte sich in diesem Fall von selbst verstehen. Die Shouts kommen kraft- und druckvoll rüber, dennoch merkt man stets, dass hier eine Frau das Mikro in der Hand hält. Eine positive Abwechslung im hiesigen Szene-Dickicht.

ALL FOR NOTHING besinnen sich auf den zwölf Songs auf das Wesentliche, nämlich auf reduzierte und klare Strukturen ohne Spielereien und vor allem ohne unnütze Anleihen an den derzeit arg beliebten Metal-Core. Stattdessen setzt es Old School-Hardcore mit Sing-a-long-Appeal (bspw. „Keep it Real“) zwölf Mal auf die Zwölf, der mal an BIOHAZARD erinnert, wenn die männlichen Kollegen sich im Hintergrund ein wenig einbringen oder aber was die Eingängigkeit und das Melodieverständnis angeht an eine Band wie COMEBACK KID. Eine dicke Produktion rundet ein gelungenes Album ab, welches sicherlich vielerorts auf offene Ohren stoßen wird. Denn in Punkto Spielfreude und Energie kann man den Holländern nichts vorwerfen.

Wertung: (7 / 10)

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