Airplane II: Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff (USA 1982)

airplane2Kid: „Mister, can I ask you a question?“
Striker: „A question? What is it?“
Kid: „It’s an interrogative statement, used to test knowledge. But that’s not important now.“

Eine Parodie auf den Katastrophenfilm reichte nicht aus. „Airplane II – Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff“ orientiert sich nicht nur im Titel außerordentlich nah am Vorgänger, jener irrwitzigen „Aiport“-Verulke, die den Slapstick wieder salonfähig machte und den Mel Brooks dieser Welt ein neuerliches Standbein verschaffte. Dass sich bereits dabei ein beachtlicher Teil der Witze einfach wiederholte, stand dem abermaligen Erfolg nicht im Wege. Warum auch? Der die Zucker-Brüder und Partner Abrahams beerbende Autor und Regisseur Ken Finkleman („Männer für jeden Job“) verließ sich voll auf das Erfolgsrezept des Erstlings – und lag damit goldrichtig.

Sicher, die Originalität ist weitgehend futsch, was sich jedoch keinesfalls negativ auf den Charme des unbekümmerten Flachwitzbombenhagels auswirkt. In dem ist es abermals am traumatisierten Kriegspiloten Ted Striker (Robert Hayes, „Katzenauge“) ein außer Kontrolle geratenes Fluggerät vor der Katastrophe zu bewahren. Die kündigt sich beim ersten Passagierflug zum Mond an, schließlich wurden fehlerhafte Bauteile verwendet. Striker, mittlerweile in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen, türmt und schleicht sich an Bord, wo natürlich auch seine ehemalige Verlobte Elaine (Julie Hagerty, „Therapie zwecklos“) zugegen ist.

Ob der zurückgekehrte Kapitän Oveur (Peter Graves, „Cobra übernehmen sie“) und seine anzüglichen Fragen an den das Cockpit besuchenden Bub, der Suizid von Strikers Gesprächspartnern ob seines zehrenden Gejammers oder die neuerlichen Rettungsversuche des Flugsicherheitsexperten McCrosky (Lloyd Bridges, „Hot Shots“) am Boden, „Airplane II“ reicht dem Vorgänger bereits durch schlichte Angleichung das Wasser. Dazu gibt es Anspielungen auf „Star Wars“, „E.T.“ und „Star Trek“, wofür allein das Gastspiel von Enterprise-Kapitän William Shatner bürgt. Auch „2001 – Odyssee im Weltraum“ bekommt sein Fett weg, wenn der sprechende Bordcomputer seinen Dienst verwehrt und die Co-Piloten zu klassischer Musik einen Walzer in der Schwerelosigkeit vollführen.

Zwar ist Leslie Nielsen nicht mehr mit gebotenem Ernst bei der Sache, dafür geben sich bekannte Mimen wie Raymond Burr („Der Chef“), Rip Torn („Men in Black“) und Sonny Bono („Hairspray“) ein Stelldichein. Unter der Vorhersehbarkeit der Witze leidet Finklemans Parodie nicht. Ein paar eigene und viele geklaute Ideen genügen für kindliches Vergnügen ohne Verschnaufpause. Der Bart der Kalauer mag stündlich länger werden, an diesem herrlich bescheuerten Schwachsinn aber werden auch kommende Generationen noch ihre helle Freude haben.

Wertung: (7 / 10)

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