AFI – A Fire Inside (1998, Nitro Records)

afiafireinsideDie (selbstbetitelte) „A Fire Inside“-EP läutete ´98 die Entwicklung von AFI in Richtung einer düstereren und zudem rockigeren Spielart ein. Besiegelt wurde diese nur ein Jahr später, mit dem vierten Album „Black Sails in the Sunset“. Der vorgeschickte 4-Track-Appetizer markierte für Sänger Davey Havok und seine Band, zu der erstmals der heutige Bassist Hunter Burgan stieß, die Generalprobe einer neuen Ära. Behilflich war die Eigenvariante des THE CURE-Hits „The Hanging Garden“, der schon naturgemäß die Abkehr vom treibenden Hardcore-Punk der Anfangstage bedeutete.

Dagegen verfügen die beiden eigenen Nummern, „3 ½“ und „Over Exposure“ weder über das hymnische Hitpotential der anfänglichen Stoßrichtung, noch über die atmosphärische Dichte späterer Tage. Der zweitgenannte Track weiß dies Kombinat zwar im Ansatz zu vermitteln, insgesamt lässt die EP aber strukturelle Geschlossenheit vermissen. Zu der sollten die Kalifornier erst mit „Black Sails…“ finden. Das 45-sekündige MISFITS-Cover „Demonomania“ wirkt abschließend geradezu erfrischend direkt auf den Punkt gebracht. Zwischen den Stühlen von ´war´ und ´wird´ sicher eine interessante Facette. Ein Muss ist „A Fire Inside“ jedoch nur für AFI-Komplettisten.

Wertung: (6,5 / 10)

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