Adept – Death Dealers (2011, Panic & Action)

adept-death-dealersBinnen kürzester Zeit haben sich ADEPT einen Namen gemacht. Ihr Albumdebüt „Another Year of Disaster“ wurde im vergangenen Jahr mit großem Wohlwollen aufgegriffen und ließ sie gleich zum Aushängeschild des schwedischen Labels Panic & Action avancieren. Dass der junge Fünfer zwischen Metal-Hardcore und melodischer Verspieltheit vor allem A DAY TO REMEMBER nacheifert, störte da nur wenige. Ein bisschen verhaltener dürfte der Zuspruch aber beim Nachfolger „Death Dealers“ ausfallen. Auch der donnert mächtig drauf los und bringt wieder viele jener Attribute zum Tragen, die die Beliebtheit des Vorgängers so rasch steigerte. Nur ist das Ganze bisweilen so banal ausgefallen wie das bemüht düstere Comic-Artwork.

Mit einnehmenden Melodien und tosenden Riffs werden nach bewährtem Muster potentielle Hits zusammengeschraubt, die durch die plärrende Stimme Robert Ljungs zusätzliches Gewicht erhalten. Auf der Gegenseite aber forcieren das repetetive Einbringen inflationärer Breakdowns und das doch recht einfallslose Blast-Beat-Gewitter Momente stirnrunzelnder Gleichgültigkeit. Laune macht die Scheibe immer dann, wenn ADEPT ohne Scheu und Schnörkel den Hammer kreisen lassen oder, wie bei „No Guts, No Glory“, die Mitgröl-Chöre auspacken. Auf Weichspüler wird, daran ändert auch der ausgedehnte Klargesang in „From the Depths of Hell“ nichts, zwar wohlweislich verzichtet, dafür aber keimen die Flachheiten eben an anderer Stelle auf. Wer den Erstling mochte, wird wahrscheinlich nicht enttäuscht sein. Mehr Stagnation als Vorwärtsbewegung ist „Death Dealers“ trotzdem geworden.

Wertung: (6 / 10)

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