A Perfect Murder – Unbroken (2004, Victory Records)

a-perfect-murder-unbrokenGönnen sich HATEBREED eine Auszeit und lassen an ihrer Statt eiligst geklonte Reagenzglasmosher die Metal-Core-Maschinerie in ihrem Sinne fortführen? Fast scheint es so. Doch ragt „Unbroken“, das Zweitwerk der Kanadischen Fraktion A PERFECT MURDER, über den Tellerrand plumpen Plagiatismus zumindest ein Stück weit hinaus. Frech und ungeachtet des Formates seiner Vorreiter knüppelt sich der Fünfer aus Montreal über die Dauer von 14 Songs unbeirrt seines Weges und vermag in dieser Periode des tosenden Sturm und Drangs durchweg zu überzeugen.

Lediglich die erhabene Portion Individualität lassen A PERFECT MURDER vermissen, besteht doch selbst im Hinblick auf die kraftvolle Tonalität des Frontorgans keine nennenswerte Disparität zwischen A PERFECT MURDER und HATEBREED. Einzig die passagenweise vordergründiger marschierende Schwermetallkelle steht als eigenständiges Attribut in einsamer Diskrepanz zum offenkundigen Influenzspender. Im Grunde erscheint dies jedoch nicht weiter verwunderlich, zeichnet sich für das druckvolle Klanggewitter auf „Unbroken“ kein geringerer als Eric Rachel (HATEBREED, SNAPCASE) verantwortlich.

So lässt der tosende Streich von A PERFECT MURDER unweigerlich die Vermutung zu, Victory Records versuche die nach dem Abgang des furiosen Metal-Core-Rudelführers um Jamey Jasta entstandene Bresche krampfhaft schließen zu wollen. Unverzichtbar erscheint „Unbroken“ indes zu keiner Sekunde seiner Spielzeit, erweist sich auf der Gegenseite jedoch als absolut prädestiniert, den aufkeimenden Heißhunger auf ein neues Erzeugnis aus dem Hause HATEBREED zu stillen. Zumindest vorübergehend.

Wertung: (6 / 10)

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