A Life Once Lost – Iron Gag (2007, Ferret Records)

Hardcore muss nicht originell sein. Wie könnte er auch, schließlich fußt er auf einem strukturellen Konzept, das zwangsläufig zu Wiederholungen neigt. Aber zumindest muss er packen, an den Eingeweiden zerren und auf die Ohren schlagen. Im Jahr 2007 sind A LIFE ONCE LOST keines dieser Attribute Herr. Ihre leicht durchschaubare Version des Metal-Hardcore, jüngst dargeboten auf dem Ferret-Release „Iron Gag“, verschießt sein Pulver schnell. Da sind keine Ausreißer, keine Überraschungen. Die Simplizität des keulenden Mid-Tempos lullt den Hörer ein. Das Interesse sinkt so denkbar rasch ins bodenlose.

Natürlich ist nicht alles schlecht an dieser Platte. „Meth Mouth“ beispielsweise offenbart in den technisch schnell verknüpften Riffs und Grooves stampfendes Hitpotenzial. Zumindest im Vergleich zu den meisten anderen der routiniert abgespulten Fließbandtracks. Vom technisch-chaotischen Metal der Vergangenheit entfernt sich die Band aus Pennsylvania mit diesem Output ein gutes Stück weit, was sich allen voran in den zunehmend rockigen Passagen offenbart. Mit solch musikalischem Zähfluss lassen sich kaum neue Räume erschließen, ferner noch nicht einmal die bereits besetzten halten. Ein vermeidbarer Rutsch ins Mittelmaß.

Wertung: (5 / 10)

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