A Hero A Fake – Let Oceans Lie (2010, Victory Records)

a-hero-a-fake-let-oceans-lieEs ist eine Art Übersetzung von BETWEEN THE BURIED AND ME in den für Victory Records typischen Kontext des Emo-Core. Dabei machen A HERO A FAKE ihre Sache auf dem zweiten Album „Let Oceans Lie“ nicht schlecht. In stilvoller Breite trifft Metal auf Hardcore und bedient melodisch einnehmend den Post-Core. Die Vielseitigkeit beeindruckt, wohingegen das heisere Geschrei schnell eintönig wirkt. Aber es gibt ja noch die im Sinne des Indie eingebrachten Passagen, in denen klar gesungen wird. Glücklicherweise verzichtet das Sextett aus North Carolina auf allzu profanes Wehklagen.

Die Ausnahme bildet die schlecht getextete Ballade „Images“, bei der Klischeesoße angerührt wird, bis der Herzschmerz aus den Boxen quillt. Bei allem Ringen um die eigene musikalische Identität, den kreativen Fingerabdruck, der unweigerlich von der Masse abhebt, bleibt letzten Endes aber doch zu wenig übrig. Gefällige Momente sind zweifelsfrei gegeben, echte Höhepunkte aber bleiben selten. So heben sich die Augenbrauen – wie beim atmosphärisch in die Breite gewalzten „Swallowed By the Sea“ oder dem südländischen Gitarrengeplänkel in „Eckhart“ – eben doch nur vereinzelt. Eine grundlegend überzeugende, insgesamt aber doch etwas beliebige Mischung.

Wertung: (6 / 10)

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