2 Fast 2 Furious (USA/D 2003)

2-fast-2-furiousDer ehemalige Cop Brian O’Connor (Paul Walker) verdient seinen Unterhalt nach gescheiterten beruflichen Ambitionen nun als Rennfahrer illegaler Autorennen. Und das mit recht ansehnlichem Erfolg. Nach einem solchen Rennen wird sein Bolide jedoch von der Polizei lahm gelegt und Brian droht wegen diverser Vergehen eine nicht unerhebliche Strafe. Dieser kann er entgehen, sofern er sich als Fahrer in die Organisation des zwielichtigen Geschäftsmannes Carter Verone einschleust, um den Zollbehörden ausreichende Informationen zu den Drogengeschäften eben jenes Carter zu liefern. Als Partner kann er seinen ebenfalls vorbestraften alten Weggefährten Roman Pearce (Tyrese Gibson) überzeugen und gemeinsam schaffen sie es tatsächlich in die Organisation reinzukommen. Lediglich über die Rolle ihrer Kontaktperson, der Undercover-Agentin Monica (Eva Mendes) sind sich die beiden nicht einig.

Dass der kommerzielle Erfolg des ersten PS-Spektakels „The Fast and the Furious“ die Macher schnell auf den Plan rief, um die soeben prall gefüllten Kassen ein zweites mal klingeln zu lassen, war eigentlich klar und ist auch die typische wie logische Konsequenz der großen Studios. Reize ein Thema bis zum letzten Dollar aus, egal wie es qualitativ ausfällt. Vin Diesel, Co-Star aus Teil eins und mittlerweile unverständlicherweise zum neuen Action-Superstar auserkoren, verweigerte den Dienst am Schalthebel frühzeitig, will er doch eigentlich nicht in Fortsetzungen mitwirken. Freuen wir uns also auf den sicherlich überflüssigen zweiten Teil von „xXx“. Dafür gabs dann wohl genügend Patte, um frühere Grundsätze ad acta zu legen. Mit von der Partie ist aber auf jeden Fall wieder Paul Walker („Joyride“), der woanders wohl nie so viel Geld verdient hätte, aber auch hier wieder den Beweis für jegliche Schauspielkunst schuldig bleibt. Meistens wirkt der gute Paul ja etwas statisch und lediglich eine schöne Hülle reicht eben nicht immer aus.

An seiner Seite spielen aber ähnlich „begabte“ Darsteller, allen voran sein Kumpane Tyrese Gibson. Beide liefern sich stellenweise herrlich dümmliche wie unfreiwillig komische Einsätze an der Boliden-Front. Die mimische Inkompetenz der Darsteller wird hier aber auch wieder von einem Nichts an Handlung begleitet und im Grunde wird ein und dieselbe Suppe aufgetischt, die man schon kennt, nur auslöffeln will sie keiner. Eigentliche Stars des Films sind aber ohne Frage die zahlreichen aufgemotzten Proll-Schleudern, die blankpoliert in schnellstem Tempo so ziemlich alles mitmachen, was die jungen Fahrer mit ihnen anstellen. Dass die Stunts aufwendig in Szene gesetzt sind, durfte man erwarten, dennoch gibt es auch hier einige Fehltritte, die wohl „cool“ wirken sollen. Doch erscheint es einfach ein wenig lächerlich, wenn Paul Walker auf dem Highway rückwärts genauso schnell mit Stinkefinger aus dem Wagen fährt, wie alle anderen neben ihm vorwärts.

Der Film ist genau das lahme Produkt, das man erwarten konnte und der auch bei den Kritiken einzig floppen kann, alles andere wäre blanker Hohn. Für viele sind Autos nichts anderes als Fortbewegungsmittel, die einen von A nach B bringen müssen, da spielt es keine Rolle wie viel PS unter der Haube sind. Aus diesem Grund ist auch dieser Film, dem es zudem an allem mangelt, was einen guten Film ausmacht, gehöriger Unsinn und gehört nicht ins Kino, sondern aufs nächste Opel-Treffen. Bei denjenigen, die eine andere Meinung zu solchen Autos haben, wird der Film aber sicherlich einen anderen Eindruck hinterlassen können.

Wertung: (3 / 10)

 

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