16 – Bridges to Burn (2009, Relapse Records)

16-bridges-to-burnJa ja, die Welt ist ein Moloch und die in ihr lebenden Menschen eine Ansammlung verrohter Egomanen. Die Schlechtigkeit moderner Gesellschaften beschäftigt Musiker fast schon gewohnheitsmäßig. Gerade im Hardcore lassen sich derlei Äußerungen, in der vorgelegten Schlagzahl regelmäßiger Wiederholung fast schon indoktrinierte Thesen, adäquat mit Aggression unterfüttern. Die alteingesessenen, deshalb aber nicht zwingend in weiten Publikumskreisen populären US-Boys von 16 können davon auch noch ein paar Liedchen singen. Oder besser lauthals herausschreien.

Mit „Bridges to Burn“ legt die Band ein Album vor, das es möglichst ungezwungen angeht. Das überschaubare Riffing liebäugelt mit dem Metal, bei Fahrtaufnahme fließen Thrash und Hardcore ein, die Melodien nähern sich gern der doomigen Spielart des Rock. Die kreativen Grenzen sind weitläufig abgesteckt, die Stile überlappen. Und dennoch wirkt die Scheibe seltsam monoton, moderat geeignet für die beiläufige Beschallung, aber ohne echte Tiefenwirkung. EVERY TIME I DIE stoßen in ein vergleichbares Horn. Doch sie wissen in der Variierung der Genres Begeisterung zu entfachen. Gerade die geht 16 trotz ansprechender Gesamtleistung über weite Strecken ab.

Wertung: (6 / 10)

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