02.06.2003 – Less Than Jake / Teen Idols / Allister – Köln Live Music Hall

less-than-jake-band-2003LESS THAN JAKE gehören ohne Frage zu den besten Live-Bands ihrer Zunft und haben auf der Bühne bislang noch nie enttäuscht. Insofern war es eine selbstverständliche Sache, dass wir den Weg nach Köln antraten und auch der überzogene Eintrittspreis von 18,60 Euro konnte die Vorfreude nicht schmälern. Mit dabei waren noch ALLISTER und die TEEN IDOLS, wobei ich mich vor allem auf letztere freute.

Wie man es annehmen konnte, war es ordentlich voll in der Live Music Hall und ich schätze mal so knapp über 1.000 Leute werden es gewesen sein, die sich an diesem heißen Montagabend in Köln einfanden. Viele neue NOFX-Shirts deuteten darauf hin, dass einige der Anwesenden wohl vor zwei Tagen auf der Deconstruction Tour gewesen sein müssen, doch diese wurden schnellstens gegen neue LESS THAN JAKE-Shirts, übrigens zum fairen Preis von 10 Euro, eingetauscht.

ALLISTER begannen ihr Set gegen halb neun und boten soliden Pop-Punk, der ordentlich rüberkam und die ersten Kids zum Tanzen animierte. Das Material von ALLISTER ist mir nicht so wirklich geläufig, doch der ein oder andere Song kam mir schon bekannt vor und irgendwann in der zweiten Hälfte durfte „Somewhere in Fullerton” natürlich nicht fehlen. Okay, aber zu gewöhnlich, um nachhaltig im Gedächnis zu bleiben. Als nächstes waren die TEEN IDOLS dran, von denen sich ihr Gitarrist trotz hoher Temperaturen in der Halle nicht von seiner Lederjacke trennte. Möchte nicht wissen, wie der geschwitzt hat. Mit neuem Sänger an Bord, der, sofern er sang, ähnlich wie der alte klang, sobald er allerdings zum Publikum sprach, sich wie eine Whiskey-Leiche anhörte, wurden viele alte Hits zum Besten gegeben und auch einige neue wurde dargeboten. Die Stimmung war ganz gut und ich hatte auch richtig Bock auf die Band, doch irgendwie erschien mir die Spieldauer von etwa 50 Minuten doch ein wenig zu lang und auch einige andere betraten noch vor dem Ende des Auftrittes den Innenhof der Live Music Hall.

Als dann aber die Herren aus Gainsville die Bühne betraten, bzw. ein Intro den Einmarsch der Gladiatoren einleutete, füllte sich die Halle sekundenschnell und unter tosendem Applaus bezog die Band Stellung. Mit „Automatic” legte die Band los und mit ihr wohl so ziemlich jeder der Anwesenden. Überall tanzten die Leute, sangen mit und die Stimmung hätte kaum besser sein können. Nacheinander wurden alle Hits runtergespielt, dazwischen gab es immer wieder Songs vom neuen Album „Anthem”, die ebenfalls bestens aufgenommen wurden. Die Show war prima, da gab es wohl nichts auszusetzen, egal ob Konfettiregen beim letzten Song des Abends oder die Lichtkegel, die die Köpfe der Band an die seitlichen Hallenwände warfen, neben der Musik stimmte auch das Drumherum. Lediglich das überflüssige Liegestütze-Spiel nervte etwas, aber die meisten Anwesenden hatten scheinbar sichtlich ihren Spaß. Nach etwa einer Stunde inklusive Zugabe war Schluss, doch überall schaute man verständlicherweise nur in zufriedene, schweißnasse und erschöpfte Gesichter. Wirklich gute Unterhaltung einer hervorragenden Live-Band, etwas anderes kann man zu diesem Auftritt nicht sagen.

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