Verlorene Jungs – …für ein Stück Leben (2007, Sunny Bastards)

verlorene-jungs-fuer-ein-stueck-lebenAuch die VERLORENEN JUNGS werden gern in die rechte Ecke geschoben. Pfui, wie kann man nur? Bekräftigt werden derlei Vorwürfe auch durch ihre neue Platte „…für ein Stück Leben“, die mittlerweile sechste, nicht. Musikalisch hat sich die Gruppe über die Jahre stets weiterentwickelt und eine gefällige Mitte zwischen Straßenrock und Oi! gefunden. Sicher, textlich wurde auch mal auf Durchhalteparolen und die soziale Nähe zum Proletariat gepocht, hohler Phrasendrescherei und der Simplizität politischer Extreme aber verweigerten sich die Dinslakener schon in der Vergangenheit konsequent.

Ihrer Fangemeinde werden sie mit den 14 oft persönlichen und merklich melodiebedachten Nummern einmal mehr aus der Seele sprechen. Das muss genügen, zumal außerhalb des Spartenpublikums ohnehin keine große Hoffnung umfassender Begeisterungsstürme gehegt werden dürfte. Die seichte und fast schon als Markenzeichen zu titulierende Monotonie des nölig rauen Gesangs wird durch stilistische Vielfalt, beispielsweise der Bläsereinsatz bei „Nichts von alledem“, aufgeforstet. Daraus erwächst ein ansprechendes, dazu adäquat produziertes Album, das zwar wenig Hitpotenzial eröffnet, in sich aber durchweg geschlossen bleibt. Ein Vergnügen für den, der es darauf anlegt.

Wertung: (6 / 10)

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