The Cabin in the Woods (USA 2012)

the-cabin-in-the-woodsEin dunkler Wald, eine abgelegene Holzhütte, fünf Freunde, die die Warnung des Genre-bindenden ominösen Tankwarts in den Wind schlagen. Da hätten wir den sportlichen Curt (Chris Hemsworth, „The Avengers“) und seine mit ihren Reizen nicht geizende Freundin Jules (Anna Hutchison, „Spartacus“), welche neben Marty (Fran Kranz, „Dollhouse“), dem obligatorischen Kiffer, das Ausflugs-Quintett mit dem bodenständigen Holden (Jesse Williams, „Grey´s Anatomy“) und Dana (Kristen Connolly, „The Bay“), dem All-American-Girl, komplettieren.

Fehlt nur noch der mit absurder Maske ausgestattete irre Killer. Oder Zombies. Werwölfe wären auch ganz nett. Doch optimal wären sicherlich alle zusammen – und noch mehr von ihnen! Dank dem „Bodenpersonal“, einer obskuren Wissenschaftlergesellschaft, die tief unter der Erde alle möglichen und unmöglichen (Film-)Kreaturen beherbergt, um nichts ahnende Jugendliche in ein Horror-Szenario aller Couleur zu verstricken, ist dieser (Alp-)Traum endlich möglich. Aus ihrer Basis heraus können diese im „verfluchten“ Wald alles in die richtige Bahn – die nach Schema F – lenken. So weit, so absurd. Zwar bereiten den Gelehrten die Teenie-Hetzjagden gnadenlos viel Spaß – nicht selten wird auch munter drauflos gewettet, welchen Weg die keineswegs naiven Juvenilen wohl als nächstes einschlagen mögen.

Doch ihr Programm hat eine immense(re) Bedeutung, welche recht früh verraten wird, aber erst in den letzten Minuten des Films wirklich zur Geltung kommt. Und alle Sequel-Herbeisehnungen zunichte macht. Abgedreht wurde „The Cabin in the Woods“ bereits 2009. Doch erst drei Jahre später erblickt der originelle Film das Licht der großen Leinwände. Sicherlich schadet es ihm auch nicht, dass der damals noch nicht allzu bekannte Chris Hemsworth, der in unserem Jahrzehnt als Marvels Donnergott Thor ein äußerst populäres Dasein fristet, einen der Teenager verkörpert. Co-Autor Joss Whedon („Firefly“) und „Buffy“-Kollege Dave Goodard haben uns eine höchst amüsante Geschichte aufgetischt, die, wie Whedon selbst sagt, „auf einer anderen Ebene ernsthafte Kritik daran ist, was wir an Horrorfilmen lieben, als auch hassen.“

Und grade diese divergente Ebene bereitet unheimlichen Spaß. Auch wenn es nie so „Meta“ wird wie etwa in Quentin Dupieux‘ „Rubber“, ist das Spiel mit und um die, wie bereits erwähnten, geliebten/verhassten Versatzstücke des Genres eine echte Gaudi. Horror-Geeks können sich natürlich über das beträchtliche Pensum an Seitenhieben amüsieren, doch auch weniger kundige Zuschauer können hier einen überaus gelungenen Genrebeitrag erleben. Der Horrorfilm an sich wird oft für toter als jeder Zombie erklärt. Aber Werke wie „The Cabin in the Woods“ beweisen, dass es immer noch Gegengewicht gibt. Zum Glück.

Wertung: 7.5 Stars (7,5 / 10)

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