Superhero Status – Escape the Herd (2018, WTF Records)

„Fuck your day job the school it is bullshit, just the music for me and my friends. That is how we live it, that is how we do it.“ – ‘Fast Live‘

Den Status eines Superhelden muss man sich verdienen. Wo kämen wir denn hin, würde ihn sich einfach jeder ohne Beweis selbst zuschreiben? Da liegt die Crux von SUPERHERO STATUS – wohlgemerkt des Namens, nicht der dahinter stehenden Band. Denn ist die gut, sehr gut sogar. Aber heldenhaft? Andere kamen in der Vergangenheit damit durch. Insbesondere die INTERNATIONAL SUPERHEROES OF HARDCORE. Ihnen konnte man einfach nicht widersprechen. Bei den Niederländern hingegen will die Rechtfertigung erst erarbeitet werden.

Gelingen soll dies durch die zweite EP „Escape the Herd“, die den ersten Eindruck – neben dem bedingt gelungenen Bandnamen – auch durch das infantil anmutende Comic-Artwork prägt. Die üblen Befürchtungen werden durch die sieben Songs der Scheibe aber in alle Winde zerstreut. Kurzum: Die Platte ist ein Knaller. Mit der Vermischung von Hardcore und Punk kann grundlegend wenig schief laufen. Vor allem dann nicht, wenn H2O als Hauptinspirationsquell benannt werden können.

Die zeitlich meist überschaubar angelegten Tracks verfügen über stattliches Tempo und ein ausgewogenes Nebeneinander von Melodie und Härte. An Singalongs mangelt es textlich meist positiv gefärbten Hits wie „Get the Point“, „Those Days“, „Behind My Back“, „Chosen Course“ oder „Fast Live“ ebenfalls nicht, so dass die bewährte Rezeptur auch diesmal voll durchschlägt. Obendrein nehmen sich SUPERHERO STATUS selbst nicht allzu ernst, was gerade im Hardcore – siehe GOOD CLEAN FUN – für zusätzliche Sympathiepunkte sorgt. Im Gesamtverbund ist der Fünfer vom Heldenstatus damit tatsächlich nicht unerreichbar weit entfernt.

Wertung: (7,5 / 10)

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