Resident Evil: Extinction (USA/D/AUS/GB/F 2007)

resident-evil-extinctionEin Erfolgsteam sind Produzent Bernd Eichinger („Das Parfüm“) und Autor/Regisseur Paul W. S. Anderson („Alien vs. Predator“) nur auf dem Papier. Das Weltweite Einspielergebnis von rund 600 Millionen US-Dollar gibt ihren ersten beiden Realverfilmungen des Videospielhits „Resident Evil“ Recht – zumindest auf wirtschaftlicher Ebene. Qualitativ waren beide Werke ein Reinfall. Ob es das Gespann bei Teil drei der Saga, diesmal inszeniert von „Highlander“-Vater Russell Mulcahy, besser machen würde, blieb demnach zu bezweifeln. Als Unterhaltungsfilm erfüllt er dennoch seinen Zweck, und das erstaunlicherweise souveräner als die Vorgänger.

Die Umbrella Corporation hat ganze Arbeit geleistet: Binnen weniger Jahre hat ihr außer Kontrolle geratenes Zombie-Virus die Welt entvölkert und den einst fruchtbaren Planeten in eine karge Wüste verwandelt. Unter den wenigen Überlebenden ist auch Kampfamazone Alice (Milla Jovovich, „Das fünfte Element“), die sich allein durch die trostlose Ödnis schlägt. Als sie ihrem alten Weggefährten Carlos (Oded Fehr, „Die Mumie“), der sich einem Treck von High-Tech-Nomaden unter Führung der resoluten Claire (Ali Larter, „Final Destination“) angeschlossen hat, in großer Gefahr beisteht, gerät sie abermals ins Visier des teuflischen Wissenschaftlers Isaacs (Iain Glenn, „Königreich der Himmel“).

Das endzeitliche Ambiente bringt „Resident Evil: Extinction“ gegenüber den Vorläufern atmosphärischen Zugewinn. Mulcahy legt den rasanten Science-Fiction-Horror als Achterbahnfahrt an der Schnittstelle von George A. Romero und „Mad Max“ an. Entschuldigungen für ausgiebiges Blutvergießen gibt es reichlich, so dass den Protagonisten abseits verschiedentlicher Irrfahrten durch sandiges Brachland kaum eine Verschnaufpause gegönnt wird. Neben infizierten Vögeln, bei deren groß angelegter Attacke Hitchcock Tribut gezollt wird, mutiert der T-Virus auch im menschlichen Organismus munter weiter, was im Finale einen weiteren Endgegner von gesteigerter Hässlichkeit auffährt.

Natürlich hat auch das ehemalige Versuchsobjekt Alice ihre Fähigkeiten optimiert, so dass im Nahkampf einmal mehr drahtseilunterstützte Akrobatik-Einlagen vonnöten sind. Mittlerweile ist auch die Macht mit ihr, wenn sie mit telepathischen Kräften Steine bewegen oder ganze Satelliten außer Gefecht setzen kann. Ungeachtet mangelnder Originalität, mannigfaltigem Ideenklau und akuter Geistlosigkeit ist „Extinction“ der bislang beste Part der „Resident Evil“-Reihe, ein trotz der Jugendfreigabe angenehm splattriges Filmchen, das im Rahmen seiner Möglichkeiten adäquate Kurzweil bietet. Und die Hintertür einer weiteren Fortsetzung steht auch bereits weit offen. Anspruchsloses Herz, was willst du mehr?

Wertung: 5.0 Stars (5,0 / 10)

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