Nothington – In The End (2017, Red Scare)

Ein bisschen Zeit ist seit dem dritten Album „Borrowed Time“ vergangen. Fast ein bisschen zu viel. Denn auch wenn in den letzten fünf Jahren etliche Bands einen ähnlichen Stil wie die Bande um Jay Nothington spielten und pflegten, gehört die Band weiterhin zum Besten, was es in der großen Schublade des melodischen wie rauen Punkrocks gibt. Zugleich stellt sich aber auch die Frage, inwieweit sich diese Schaffenspause auf den Sound im Jahr 2017 ausgewirkt hat. RED CITY RADIO – nicht nur Buddys im Geiste – haben mit ihrem letzten Album beispielsweise eher enttäuscht. Ganz so weit gehen NOTHINGTON zum Glück aber nicht.

Auf der einen Seite ist das gut und dürfte den gemeinen Fan zufrieden stellen. Andererseits hätte es schon etwas mehr sein dürfen. Denn irgendwie fehlt es dem Album an Momenten. Es mangelt schlichtweg an Songs, die deutlich hervorstechen und letztlich den Status der Band untermauern würden. „Copplestones“ ist gelungen, kann es mit alten Gassenhauern wie „The Bottom Line“ oder „Not Looking Down“ jedoch lange nicht aufnehmen. Am ehesten gelingt dies noch dem launigen „End Transmission“. Das Wechselspiel der beiden Sänger und auch die melodischen Refrains klingen hier druckvoller und packender, als an anderer Stelle.

Grundsätzlich aber sind sich NOTHINGTON treu geblieben. Sie haben nicht wenigstens ein,  zwei Gänge zurück geschaltet wie andere, sondern fühlen sich auch weiterhin bei Uptempo-Songs hörbar wohl. Passt schon.

Wertung: 7.0 Stars (7,0 / 10)

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