Nations Afire – Violence EP (2018, Redfield Records)

Von Eile getrieben waren NATIONS AFIRE nie. Nach der Debüt-EP „The Uprising“ (2009) ließen die Kalifornier drei Jahre verstreichen, bevor sie ihren ersten Langspieler „The Ghosts We Will Become“ fertigten. Es folgten internationale Auftritte, ehe es wieder still wurde. Bis jetzt. Mit der sechs Tracks umspannenden EP „Violence“ meldet sich der aus Ex-Mitgliedern von IGNITE, RISE AGAINST und DEATH BY STEREO bestehende Vierer zurück.

Thematisch setzt sich die Comeback-Veröffentlichung (dem Titel entsprechend) mit Gewalt und deren Folgen auseinander. Der damit verbundene Anspruch in Ehren – über solide Beliebigkeit reicht der Stadion-Punk diesmal zu selten hinaus. Die meist in rockigem Mid-Tempo ausgebreiteten Nummern verfügen über Passagen, die einnehmen – vorrangig beim stärksten Beitrag „Another Reverie“, aber auch beim Opener „I’m a Brick in the Ocean“ oder „Dead to Rights“.

In der Summe ist das aber zu wenig, um wirklich packen zu können. Vor allem der Gesang mündet, anders als bei „The Ghosts We Will Become“, nicht in Chöre, die dem tadellos gespielten, aber doch recht durchschaubar gearteten Treiben das nötige Quäntchen Eingängigkeit verleihen könnten. So plätschert „Violence“ routiniert, aber letztlich ohne echte Ankerpunkte dahin. Dass sie es besser können, beweisen NATIONS AFIRE hoffentlich nicht erst in sechs Jahren.

Wertung: (6 / 10)

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