Lethal Weapon 2 – Brennpunkt L.A. (USA 1989)

lethalweapon2Wie schon in der „Mad Max“-Serie schwingt sich auch diese Gibson’sche Filmreihe mit ihrem zweiten Teil zum Höhepunkt auf. Wieder unter der Regie von Richard Donner, gibt es diesmal einfach mehr von allem, was den Charme der „Lethal Weapon“-Reihe ausmacht. Mehr Knarren, mehr Autos, mehr Frauen, mehr Mel.

Nachdem das infernalische Polizistenduo Riggs (Mel Gibson) und Murtaugh (Danny Glover, „Die Farbe Lila“) einmal mehr ganze Straßenzüge verwüstet hinter sich gelassen hat, reicht es den Vorgesetzten. Die beiden werden als Wachhunde für den Kronzeugen Leo Getz (Joe Pesci, „GoodFellas“) abgestellt, der in einem großen Geldwäscheprozess aussagen soll. Doch nach einem Mordanschlag auf Leo beschränken sich die beiden Cops nicht auf das pure Bewachen ihres Schützlings. Beim Versuch, den Fall aufzuklären, stoßen sie auf ein Netz von korrupten Diplomaten, die ihre Immunität für krumme Geschäfte missbrauchen…

Der zweite Teil der Serie besticht durch das bewährte „Lethal Weapon“-Konzept: Sauber inszenierte Action, bei der es lieber einmal zu viel als zu wenig knallt, kombiniert mit lockeren Sprüchen von Sonnyboy Mel Gibson und dem wiederkehrenden „Ich bin zu alt für diesen Scheiß“ von Danny Glover. Den leicht fatalistischen Unterton, den Riggs’ Selbstmordneigung noch im ersten Teil in den Film einführte, gibt es in diesem Teil (leider) nicht mehr. Als der Film dann jedoch auf seinen Showdown zu läuft, wird der Film wieder äußerst kompromisslos. Der Humor verschwindet, die Ballerei hält Einzug.

Dass das Stammensemble in diesem Teil durch Joe Pesci erweitert wird, schadet dem Film durchaus nicht. Mit dem ewig nervtötenden „OKOKOK“ spielt er so fröhlich gegen den Typ an, den er in den Scorsese’schen Filmen später verkörperte, dass es eine wahre Freude ist. Auch Mel Gibson zieht wieder seine bekannte Show ab – das aber einmal mehr auf so unterhaltsame Weise, dass es nicht langweilig wird. Überhaupt ist das Team Glover-Gibson nie besser gewesen als in diesem Film, wenn man von dem kleinen Cameo in „Maverick“ einmal absieht.
„Lethal Weapon 2“ vereinigt die Begriffe Action und Komödie auf die wohl beste aller Arten. Die Sprüche sitzen, und die Altersfreigabe ab 18 geht angesichts einiger recht herber Szenen auch völlig in Ordnung. Und auch die nervigen Saxophoneinspieler sind wieder mit dabei. Wunderbar.

Wertung: 9 out of 10 stars (9 / 10)

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