Leo und die Oscars: Das versöhnliche Ende eines beschwerlichen Weges

leo-oscar-2016Er hat es geschafft! Leonardo DiCaprio ist Oscar-Preisträger. Für seine herausragende Leistung in „The Revenant“ wurde der 41-jährige nach zuvor vier erfolglosen Nominierungen endlich mit der überfälligen Auszeichnung bedacht. Auch Regisseur Alejandro González Iñárritu erhielt den Goldjungen – nach 2015 zum zweiten Mal in Folge. Übertroffen wird diese Leistung nur von Kameramann Emmanuel Lubezki, der seit 2014 ein Oscar-Abo inne hat und – ebenfalls für „The Revenant“ – geehrt wurde.

Überschattet blieb die 88. Vergabe des wichtigsten Filmpreises jedoch von der anhaltenden Rassismusdebatte. Denn wie im Vorjahr waren ausschließlich weiße Schauspieler nominiert. Nun kann man natürlich darüber streiten, ob die Nichtbeachtung von Will Smith tatsächlich ein Indiz für systematische Benachteiligung afroamerikanischer Darsteller ist, wie es dessen Gattin Jada Pinkett so vehement in die Medien trug. Auffällig bleibt die farbliche Monotonie der Oscars, insbesondere gegenüber anderen Filmpreisen, dennoch.

Chris Rock, der souverän durch die Gala führte, griff das Thema natürlich dankbar auf. An Glanz und Glorie des Abends änderte das jedoch wenig. Die meisten Preise, insgesamt sechs, räumte „Mad Max: Fury Road“ ab, der für Kostüm- und Produktionsdesign, Film- und Tonschnitt, Tonmischung sowie Make-Up/Hairstyling prämiert wurde.
Als bester Film wurde „Spotlight“ ausgezeichnet, der auch den Oscar für das beste Originaldrehbuch bekam.

Auch Ennio Morricone wurde ausgezeichnet. Der 87-jährige bekam den Oscar für die beste Filmmusik („The Hateful 8″) überreicht. Beste Hauptdarstellerin ist Brie Larson (für „Room“), die Nebendarsteller-Preise gingen an Alicia Vikander („The Danish Girl“) und Mark Rylance („Bridge of Spies“). Eine Übersicht aller Preisträger und Nominierten findet ihr hier.

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