Jason Goes to Hell: The Final Friday (USA 1993)

jasongoestohell„Through a Voorhees was he born… through a Voorhees may he be reborn… and only by the hands of a Voorhees will he die.” – Creighton Duke

Nachdem das „Freitag der 13.”-Franchise mit Jasons Ausflug nach Manhattan endgültig den Bach runtergegangen war, verhökerte Paramount die Rechte an New Line Cinema. In der Brutstätte von Freddy Krueger wollte man der Serie frisches Blut injizieren. Das gelang, wenn auch nur auf Basis des großzügig aus geschundenen Körpern spritzenden Lebenssaftes. Die Frische war dem Thema bereits mit Part zwei abhanden gekommen, da konnte der neunte Aufguss nur mehr eine Richtungsänderung bedeuten. Aber wie konnte die schon aussehen, schließlich lässt das Schema nur wenig Variationsspielraum zu?

Die Autoren ließen sich etwas ganz und gar krudes einfallen, als sie das schwarze Herz des Serienmörders Jason Voorhees zur Triebfeder munteren Massenschlachtens erkoren. Zu Beginn ist alles beim alten. Camp Crystal Lake, dunkle Nacht, ein einsames (weibliches) Opfer. Als der übermenschliche Killer mit der Eishockeymaske erscheint, geht die vermeintliche Urlauberin, je nach Einstellung barfuß oder mit festem Schuhwerk, stiften und lockt ihn in einen Hinterhalt der Bundespolizei. Einen Sprengsatz später liegt Jason in Fetzen und das Grauen scheint endgültig gebannt. Oder etwa doch nicht?

Während der Obduktion nimmt eine unsichtbare Kraft besitz vom zuständigen Pathologen und lässt ihn seine Zähne kraftvoll ins noch pochende Herz des dämonischen Schlächters schlagen. Fortan geht das Morden unverblümt weiter. Diesmal sogar mit System, will Jason doch durch das Baby seiner schwangeren Nichte Jessica (Kerri Keegan, „Mind Games“) wiedergeboren werden. Steven (John D. LeMay, „Freitag der 13. – Die Serie“), der für eine von Jasons Bluttaten zu Unrecht beschuldigte Vater des Kindes, und der bekannte Kopfgeldjäger Creighton Duke (Steven Williams, „Graves End“) stellen sich ihm entgegen.

Inhaltlich ist „Jason goes to Hell: The Final Friday” Magerkost, für viele Fans gar ein Sakrileg, da nicht Jason selbst zur Tat schreitet, sondern lediglich Besitz von etwaigen Körpern ergreift. Im Gegensatz zu manchem Vorgänger aber sorgt Regisseur Adam Marcus („Snow Days“) beim zünftigen Aderlass für konstante Stimmung. Die Splattereffekte sind klasse, überdecken aber nur schwer die blassen Darsteller und dämlichen Dialoge. Am Ende bleiben gestillter Blutdurst, Jasons bereits im Titel vorweggenommener Höllengang und ein augenzwinkerndes Gastspiel von Freddy Kruegers Krallenhand. Für Fans allemal einen Blick wert, selbst wenn das Skript ausgemachter Käse ist.

Wertung: 5.0 Stars (5,0 / 10)

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