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Messengers 2: The Scarecrow

Review von Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst , 16.07.10


Cover Passabel geklaut ist immer noch besser als schlecht erfunden. Was sollte es im Horror-Genre auch neues zu erfinden geben? „Messengers 2: The Scarecrow“ ist eine jener für den Videomarkt produzierten Fortsetzungen, die das Publikum über den Titel locken soll. Nur war „The Messengers“, das Hollywood-Debüt der Gebrüder Pang („The Eye“), nur standardisiert ideenloses Mystery-Stückwerk. Das Interesse am zumindest sauber inszenierten Sequel dürfte daher entsprechend gering ausfallen.

Nicht gerade zuträglich ist da die im Titel erwähnte Vogelscheuche. Dämonisch beseelte Strohpuppen sind ebenso altbacken wie von ruhelosen Geistern heimgesuchte Farmhäuser, in denen unlängst zugezogene Familien – meist, wie auch hier, mit Teenagertochter und jüngerem Sohnemann – einer vergangenen Gräueltat nachspüren. Statt im Wohnhaus finden seltsame Phänomene und Erscheinungen diesmal im Freien statt. Nur bedürfen diese keiner zeitintensiven Nachforschung.

Stattdessen dreht sich der von Todd Farmer („Jason X“, „My Bloody Valentine“) geschriebene Grusel-Thriller um den Einfluss der Vogelscheuche auf Maisbauer John Rollins (Norman Reedus, „Der blutige Pfad Gottes“). Der, ein ehemals gottesfürchtiger Ex-Trinker, hat Ärger mit der Bank und einem Schwarm Krähen. Um die zu verjagen stellt er den im Schuppen entdeckten Strohdummy auf. Sohn Michael (Laurence Belcher) warnt ihn eindringlich, das hässliche Ding sei böse und er solle es entsorgen. Die finanzielle Not aber scheint größer.

Anfangs wendet sich das Blatt. Die Krähen sterben, das anfällige Bewässerungssystem funktioniert einwandfrei und der Mais blüht auf. Selbst die kriselnde Ehe zwischen John und Gattin Mary (Heather Stephens) scheint wieder auf Kurs. Doch dann häufen sich seltsame Todesfälle, die den Familienvater bald mit dem schrecklichen Verdacht belasten, dass der Sohnematz vielleicht recht haben könnte. Das Auskommen dieses routinierten Grusel-Thrillers ist offensichtlich. Entsprechend spärlich stellen sich Spannungsmomente ein. Die Schauspieler mühen sich redlich, Klischees, überflüssige Nebencharaktere und selbstzweckhafte Nacktheit forcieren aber höchstens seichte Gähnattacken.


Autorwertung: 4.0 von 10 Punkten

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