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Analena - Inconstantinopolis

Review von Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst , 06.01.10


Cover Auch im osteuropäischen Raum gibt es eine lebhafte Musikszene, was immer wieder das kleine Label „Moonlee Records“ aus der slowenischen Hauptstadt Ljubljana beweist. Und lebhaft ist auch die aktuell vierköpfige Band ANALENA, die Ende 2009 ihr neues Album „Inconstantinopolis“ veröffentlichten. Diese können bereits auf eine bewegte Vergangenheit inklusive einiger Alben und diverser Besetzungswechsel zurückblicken. Verwurzelt sind die Musiker sicherlich im Punkrock und Hardcore, mixen sie diese Stile doch zu einem wüsten, teils verstörenden Gemisch, wenngleich auch der melodische Aspekt nie zu kurz kommt. Sie selbst nennen AT THE DRIVE-IN als Referenz, sicherlich nicht der schlechteste Querverweis. Zwar agieren ANALENA nicht ganz so frickelig wie die alten Post-Core-Heroen, doch gewisse Ähnlichkeiten sich gewiss nicht von der Hand zu weisen.

Dazu trägt auch das kraftvolle Organ von Bassistin und Sängerin Ana bei. Diese schreit, grölt oder singt sich durch die Songs, stets mit voller Inbrunst und Hingabe. Durch den weiblichen Gesang bekommen ANALENA sicherlich noch einen gewissen Kick. Denn die Songs wirken dadurch einfach etwas anders, wobei es auch immer wieder männliche Backing Vocals zu hören gibt. Dann fühle ich mich sogar etwas an die vor etlichen Jahren grassierende Emo-Core-Welle erinnert, was an der Art des Wechselgesangs liegen mag. Die Band setzt auf den Moment der Überraschung, permanent ändert sich das Tempo, die Art des Gesangs sowieso. Das macht das Album spannend genug, um auch auf längere Sicht zu gefallen. Und mit energetischen Songs wie „Comic Relief“ oder „Off With My Head“ gelingt dies auch mühelos. Die Produktion klingt nicht ganz sauber, DIY halt. Das macht „Inconstantinopolis“ aber letztlich auch authentisch, etwas anderes hätte zu den düsteren Texten auch nicht gepasst. So darf man ANALENA mit ihrem neuen Werk vor allem den Leuten ans Herz legen, die auch mal über den Tellerrand schauen und nicht nur die neuesten Hypes abfeiern. Für meinen Teil ein durchaus überzeugendes wie stellenweise packendes Album.


weiterführender Link: www.myspace.com/analena

Autorwertung: 7.0 von 10 Punkten
Leserwertung: N/A von 10 Punkten

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