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Monsters vs Aliens

Review von Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst , 06.11.09


Cover „These are dark times. The odds are against us. We need a Hail Mary pass. We need raw power. We need... monsters.“ - General W.R. Monger

Die Ungeheuer sind los. Die Außerirdischen auch. Im Dreamworks-Animationsspaß „Monsters vs Aliens“ huldigen Rob Letterman („Shark Tale“) und Conrad Vernon („Shrek 2“) den B-Movies der Schwarz/Weiß-Ära. Auslöser ist der vieläugige Weltraumschuft Gallaxhar, der es auf ein mysteriöses Element abgesehen hat, das bei einem Meteoriteneinschlag in die lebensfrohe Erdenbürgerin Susan gefahren ist. Die ist spürbar verblüfft, als sie vor dem Traualtar plötzlich durchs Dach wächst. Mit der Hommage an „Angriff der 20 Meter Frau“ ist der Anspielungsparcour aber gerade erst eröffnet.

Ins aufbrandende Entsetzen mischt sich der blitzschnelle Zugriff militärischer Kräfte. Susan wird überwältigt und in einen geheimen Hochsicherheitskomplex geschafft, der eine Gruppe Monster vor den Augen der Welt verbirgt. Da ist, „Die Fliege“ lässt grüßen, der verrückte Wissenschaftler Dr. Cockroach, der mit Kakerlakenkopf und Vincent Price-Bärtchen bevorzugt in diabolisches Gelächter verfällt. Oder Fischmensch Link, der dem „Schrecken vom Amazonas“ nachempfunden ist. Nicht zu vergessen der hirnlose blaue Gallert B.O.B., der auf den Spuren des „Blob“ durchs Leben schleimt.

Komplettiert wird die groteske Wohngruppe durch die nach einem Atomtest zu Riesenwuchs neigende Raupe Insektosaurus, die sich wie „Godzilla“ (oder eben „Mothra“) einst an japanischen Großstädten verging. Als Gallaxhar einen gigantischen Roboter vorausschickt, der den tumben US-Präsidenten erst zu einer Interpretation von Harold Faltermeyers „Axel F“ hin- und in plötzlicher Angriffslust schließlich herniederreißt, sollen Susan und ihre Monsterkollegen schlimmeres verhindern. Für die ungeübten Weltenretter leichter gesagt als getan.

Auch ohne die Wirkung des fürs Kino eigens kreierten 3D-Verfahrens ist „Monsters vs Aliens“ ein visuell aufregender Filmspaß. Zwar wirkt die Animation der menschlichen Figuren etwas glatt, die der skurrilen Kreaturen und erst recht der umfassenden Destruktionsszenarien überzeugt in ihrer regen Detailfülle aber auf ganzer Linie. Prominente Sprecher, im Original solche wie Reese Witherspoon, Seth Rogen, Kiefer Sutherland oder „Dr. House“ Hugh Laurie, sorgen für Starappeal und kaschieren mitsamt des hohen Tempos die relative Dünnhäutigkeit der Geschichte. Ein nicht zwingend monströses, aber doch ein stattliches Vergnügen.


Autorwertung: 7.0 von 10 Punkten

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