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Die Horror-Party - April Fool´s Day (USA - 1986)

Review von Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst , 09.04.08


Cover „It´s going to be better than nice. It´s going to be bloody unforgettable.” - Muffy in Erwartung ihrer Party

Jedem Feier- und Gedenktag des Kalenders sein Slasher-Fest. Anno ´86 – das Genre der schlitzenden Psychopaten und kreischenden Teenies war eigentlich schon abgehakt – kam auch der 1. April zu verdientem Recht. In „April Fool´s Day“, im Deutschen schlicht „Die Horror-Party“ genannt, geht es neun College-Studenten an den Kragen, die im einsam gelegenen Haus von Muffys (Deborah Foreman, „Waxwork“) Familie den Geburtstag der Gastgeberin zelebrieren wollen. Doch oh Graus, auch dort treibt ein wahnsinniger Killer sein Unwesen.

Die Figuren entsprechen vom Scherzbold bis zur grauen Maus der Standardpalette bereitwilliger Opfergaben. Spitz wie Nachbars Lumpi sind trotzdem alle, der Sex – oder zumindest dessen Anspielungen – kommt also nicht zu kurz. Dem Geist des humoristischen Ehrentages wird durch allerhand lahme Streiche Genüge getan, wobei Muffys Vetter Skip (Griffin O´Neal, „Interceptor“) und Kumpel Arch (Thomas F. Wilson, besser bekannt als Biff aus „Zurück in die Zukunft“) bereits auf der Fähre zum abgelegenen Eiland dem Witz des gespielten Todes auf die Sprünge helfen.

Nachdem die Einleitung recht ereignislos vor sich hingedümpelt ist, wird der erste Gast im dunklen Bootshaus von unbekannter Hand gepackt. Zuvor wurde der Kompagnon des Fährmanns beim Anlegen zwischen Boot und Steg eingequetscht, was dessen Kürbis ramponiert und das einzige Rückfahrticket vorzeitig auf Eis legt. Nach der ersten Nacht tauchen hier und da die leblosen Körper zwischenzeitlich verschwundener Protagonisten auf und schleicht eine unbekannte Gestalt bedrohlich durchs Unterholz. Während Unbehagen die Gruppe heimsucht, ergeht sich Muffy in apathischem Irrsinn.

Was „April Fool´s Day“ von anderen Vertretern seiner Zunft abhebt, ist das originelle, gemessen am Vorlauf aber nicht zwingend verblüffende Ende. Denn Regisseur Fred Walton („Das Grauen kommt um 10“) verfügt weder über vorzeigbare Verdächtige, noch ist er imstande den Plot mit konstanter Spannung auszustatten. Sichtbare Gewalt gibt es keine, was passiert entspinnt sich im Off. Dem Finale entsprechend scheint dies berechtigt, doch trösten ein paar atmosphärische Momente nicht über die Langatmigkeit hinweg, die sich da bereits frühzeitig Inszenierung und Darstellern bemächtigt.


Autorwertung: 5.0 von 10 Punkten
Leserwertung: N/A von 10 Punkten

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