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Die Dämonischen - Invasion of the Body Snatchers (USA - 1956)

Review von Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst , 26.01.08


Cover Die Alien-Invasion als Unterwanderung der Gesellschaft. Menschen werden einfach kopiert und durch emotionslose Doubles ersetzt. Sollte Don Siegels („Dirty Harry“) schwarz-weißer Gruselklassiker „Die Dämonischen - Invasion of the Body Snatchers“ dem Klima der US-Gesellschaft etwa ein Spiegelbild sein, eine Allegorie auf Senator Joseph McCarthys eifrig den Rechtsstaat unterlaufende Kommunistenhatz? Der Regisseur verneinte stets einen politischen Bezug seines paranoiden Science-Fiction-Thrillers. Ein Hauch von Doppelbödigkeit blieb dennoch erhalten.

Dazu bei trägt ironischerweise ein anderer McCarthy, der Schauspieler mit Vornamen Kevin („Buffalo Bill und die Indianer“). Als Landarzt Miles Bennell kommt er, unterstützt von Jugendliebe Becky Driscoll (Dana Wynter, „Airport“), den finsteren Machenschaften auf die Spur und muss fortan mit Bedacht agieren. Denn Freund oder Feind sind in ihrem verschlafenen Heimatnest längst nicht mehr auf einen Blick voneinander zu trennen. Mehr noch sind die Eindringlinge darauf aus, sich durch Assimilierung der ganzen Welt zu bemächtigen.

Alles beginnt mit Menschen, die ungeachtet des gleichen Erscheinungsbildes nicht mehr sie selbst zu sein scheinen. Das ruft die Besorgnis manch eines Angehörigen auf den Plan. Aber niemand glaubt ihnen. Nicht einmal Miles. Noch nicht. Während das Phänomen vom örtlichen Psychiater Kauffman (Larry Gates, „In der Hitze der Nacht“) als epidemische Massenhysterie abgetan wird, stößt der forschende Doktor auf außerirdische Keimlinge, die Menschen nachbilden und ihnen im Schlaf die Erinnerungen rauben. Als der Kontakt zur Außenwelt abbricht, wagen Miles und Becky die Flucht.

Das beklemmende B-Movie über den Verlust der Menschlichkeit ist nicht immer logisch – man beachte allein die Reaktionen auf den Fund des ersten Abbildes –, befällt in seinem schleichenden Unbehagen rasch aber auch den Zuschauer. Am Drehbuch soll Filmemacher Sam Peckinpah („The Wild Bunch“), selbst in einer Nebenrolle agierend, mitgeschrieben haben. Über die Anerkennung dessen stritt er Zeit seines Lebens mit den Verantwortlichen. Bei der Klasse des Films mag das kaum wundern. Am Ende bleibt der Ausgang ungeachtet der auf Drängen des Studios hinzugefügten Gegenwehr ungewiss. Das wirkt nach, was auch die bis 2007 drei Neuverfilmungen unterstreichen.


Autorwertung: 8.0 von 10 Punkten
Leserwertung: N/A von 10 Punkten

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